Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Renten steigen 2017 um bis zu zwei Prozent
Nachrichten Wirtschaft Renten steigen 2017 um bis zu zwei Prozent
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:54 13.11.2016
Das Rentenniveau soll sich 2017 weiter erhöhen – die Steigerung dürfte aber geringer als zuletzt ausfallen. Quelle: dpa
Anzeige
Würzburg

Die Rentner in Deutschland können 2017 mit einem Zuschlag von bis zu 2,0 Prozent rechnen. Das gab die Deutsche Rentenversicherung Bund am Donnerstag in Würzburg bekannt. Damit legen die Renten weitaus geringer zu als in diesem Jahr.

Mit 4,25 Prozent im Westen und 5,95 Prozent im Osten waren sie Mitte des Jahres so stark gestiegen wie seit 23 Jahren nicht mehr. Allerdings waren die damaligen Erhöhungen auch auf Einmaleffekte in der Rentenentwicklung durch eine Umstellung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zurückzuführen.

Der Präsident der Rentenversicherung Bund, Axel Reimann, sagte, die genauen Anpassungssätze stünden erst im Frühjahr fest. Er gab die erwartete Spanne mit 1,5 bis 2,0 Prozent an. Das Rentenniveau wird sich nach seinen Worten 2017 voraussichtlich weiter leicht auf 48,2 Prozent erhöhen. Bereits 2016 stieg die Rate nach Angaben von Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) leicht auf 48 Prozent. Davor lag sie bei 47,8 Prozent. 

Beitragssatz bleibt bis 2021 stabil

Der Hauptgrund für die längerfristige günstige Rentenentwicklung ist vor allem die gute Beschäftigungslage. Wie die Vorstandsvorsitzende der Rentenversicherung Bund, Annelie Buntenbach, erläuterte, sind die Anpassungen der vergangenen zehn Jahre zwar unter der Lohnentwicklung geblieben, aber höher ausgefallen als die Inflationsrate. Während die Verbraucherpreise seitdem um etwa 12,2 Prozent gestiegen seien, hätten die Renten in den alten Ländern um 15,9 Prozent und in den neuen sogar um mehr als 24 Prozent zugelegt.

Nach den Worten Reimanns wird für 2017 ein Anstieg der Pro-Kopf-Löhne von 2,5 Prozent unterstellt und für 2018 einer von 2,4 Prozent. In den Folgejahren liegt er demnach dann bei jeweils plus 2,9 Prozent.

Sozialministerin Nahles hatte schon zuvor unter Bezug auf neueste Zahlen aus dem Rentenversicherungsbericht darauf hingewiesen, dass man bei der Prognose des Rentenniveaus 2020 bei 47,9 Prozent und 2030 bei 44,5 Prozent liege und damit deutlich über den gesetzlich festgeschriebenen Sicherungszielen.

Dank der guten Arbeitsmarktlage bleibe der Beitragssatz bis 2021 stabil bei 18,7 Prozent. Das Rentenniveau stellt dar, in welchem Verhältnis die Standardrente eines Jahres zum Durchschnittsverdienst der Beitragszahler desselben Jahres steht - ausgedrückt als Prozentsatz.

Von dpa/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Elektrokonzern Siemens ist im vergangenen Geschäftsjahr wieder erfolgreich unterwegs gewesen. Vorstandschef Joe Kaeser blickt dennoch bescheiden in die Zukunft.

10.11.2016

Eine US-Anwaltskanzlei hat eine Sammelklage gegen Audi eingereicht. Hintergrund sind Berichte über eine neue Betrugssoftware. Die klagende US-Kanzlei spricht von einer „schamlosen Missachtung von Umweltvorschriften“.

10.11.2016

Der Energieriese Eon hat alte Kraftwerke abgespalten. Hohe Abschreibungen drücken den Konzern nun tief in die roten Zahlen. Jetzt soll ein Sparprogramm kommen – mit bisher unbekannten Folgen für Tausende Mitarbeiter.

09.11.2016
Anzeige