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Wirtschaft Renteneintrittsalter in Europa – Wo liegt Deutschland im Vergleich?
Nachrichten Wirtschaft Renteneintrittsalter in Europa – Wo liegt Deutschland im Vergleich?
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16:01 06.11.2017
Quelle: @ eskaylim - depositphotos.com

Reales und gesetzliches Renteneintrittsalter – wo ist der Unterschied?

Wenn man sich mit dem Thema Rente und Renteneintrittsalter befasst, stößt man immer wieder auf das gesetzliche und das reale Renteneintrittsalter. Der Unterschied ist im Grunde klar definiert: Das gesetzliche Renteneintrittsalter ist das Alter, das ein Mensch erreichen muss, um erstmals den vollen Rentenbetrag wegen Alters aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Anspruch nehmen zu können. Frührenten oder Renten aufgrund von körperlichen oder geistigen Einschränkungen sind in diesem Fall ausgeklammert.
Das reale Renteneintrittsalter beschreibt das tatsächliche durchschnittliche Alter, in dem die Menschen Rente beantragen. Nimmt man Rentenansprüche vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter in Anspruch, werden die monatlichen Beträge der gesetzlichen Krankenversicherung folgend um einen bestimmten Prozentsatz gekürzt.

Deutschland im Vergleich

Allgemein kann man sagen, dass Deutschland im Vergleich zu den übrigen Europäischen Ländern ganz gut abschneidet, auch wenn das natürlich kein Maßstab für die tatsächliche Rentenqualität in Deutschland ist.

 

Ø Gesetzliches Renteneintrittsalter

Ø Reales Renteneintrittsalter

Ø Lebenserwartung

Deutschland

65 Jahre

61,7 Jahre

79,6 Jahre

Frankreich

60 Jahre

59,3 Jahre

80,9 Jahre

Italien

65 Jahre

60,8 Jahre

80,9 Jahre

Österreich

65 Jahre

60,9 Jahre

79,8 Jahre

Griechenland

65 Jahre

61,4 Jahre

79,5 Jahre

Niederlande

65 Jahre

63,2 Jahre

80,2 Jahre

Spanien

65 Jahre

62,6 Jahre

81,1 Jahre

Quelle: Statista 2017

Wie geht es weiter?

Auch wenn Deutschland im europäischen Vergleich weder positiv noch negativ auffällt, sind die Diskussionen über das genaue Renteneintrittsalter und die Höhe der Rentenzahlung nach wie vor aktuell. Was in jedem Fall auffällt ist die Tatsache, dass der gesetzliche Rentenbetrag im Laufe der Jahre abgenommen hat. Das liegt vor allem daran, dass die Anzahl der Rentner in Deutschland stark angestiegen ist und dementsprechend mehr Rentenzahlungen geleistet werden müssen. So betrug die Anzahl der Rentner 1990 noch um die 21,5 Millionen und stieg bis 2005 auf 26,8 Millionen.

Aktuell strebt der Gesetzgeber eine Erhöhung der Renteneintrittsgrenze von 65 Jahren auf 67 Jahren an, um die Rentenkosten kompensieren zu können. 

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