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Nachrichten Wirtschaft Rückkehr an den Kapitalmarkt mit Staatsanleihen
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16:37 08.02.2018
Ministerpräsident Alexis Tsipras und der EU-Währungskommissar Pierre Moscovici verständigten sich am Donnerstag in Athen über die wirtschaftliche Zukunft Griechenlands. Quelle: AP
Athen

Für Griechenland ist es ein lange ersehnter Schritt auf dem Weg zurück zu finanzpolitischer Unabhängigkeit. Die Regierung in Athen hofft, im August den von seinen Gläubigern von EU und IWF gespannten Rettungsschirm verlassen zu können. In einem halben Jahr läuft das aktuelle Hilfsprogramm der internationalen Geldgeber von bis zu 86 Milliarden Euro aus.

Zum zweiten Mal seit ihrem Start im Januar 2015 testet Griechenlands Links-Rechts-Regierung damit die Rückkehr an den Kapitalmarkt. Für eine siebenjährige Staatsanleihe sei das Orderbuch geöffnet, sagte ein hoher Beamter des Athener Finanzministeriums am Donnerstag.

EU-Finanzkommissar Moscovici zeigt sich optimistisch

Ziel sei mindestens drei Milliarden Euro aufzunehmen, hieß es. Wie die griechische Finanzpresse unter Berufung auf Kreise der Schuldenagentur berichtete, wird mit einer Rendite um die 3,75 Prozent gerechnet.

Die Ausgabe der Staatsanleihen fiel mit einem Besuch von EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici in Athen zusammen. Der zeigte sich bei einem Treffen mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos optimistisch, dass „wir in gutem Zustand aus dem griechischen Programm herauskommen“.

Griechenland will Schuldenrückzahlung an Wachstumsrate binden

Er hoffe, dass die vierte und letzte Überprüfung der laufenden Rettungsaktion und Maßnahmen für die Zeit danach bis Ende Juni abgeschlossen werden könne. Es gebe noch offene Fragen, die aber sicherlich geklärt werden, sagte er.

Griechenland hofft, dass seine Geldgeber dem französischen Vorschlag folgen werden, seine künftige Schuldenrückzahlung an seine Wachstumsrate zu knüpfen. Damit soll ein hoher Schuldendienst in einer Rezession vermieden werden. Die EU prognostiziert Griechenland für 2018 und 2019 ein Wachstum von 2,5 Prozent.

Von RND/dpa/AP

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