Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Russische Ölkonzerne wollen Förderung nicht steigern

Energie Russische Ölkonzerne wollen Förderung nicht steigern

Zähneknirschend stimmen Russlands Ölproduzenten zu, ihre Förderung nicht weiter auszudehnen. Sie fürchten, dadurch auf dem Weltmarkt ins Hintertreffen zu geraten. Zieht auch das mächtige Ölkartell Opec mit?

Voriger Artikel
Diskussion um Diesel-Zukunft beherrscht Genfer Autosalon
Nächster Artikel
Dax erobert 9700-Punkte-Marke zurück

Ölförderung in Russland: Im Kampf gegen sinkende Ölpreise will Russland seine Förderung nicht mehr steigern. Foto: Yuri Kochetkov/Archiv

Moskau. Um einen weiteren Ölpreisverfall zu verhindern, wollen die russischen Rohstoffkonzerne ihre Fördermengen vorerst nicht erhöhen. Diesem Plan hätten die Chefs der wichtigsten Erdölunternehmen des Landes bei einem Treffen zugestimmt, sagte Präsident Wladimir Putin.

Zudem habe sich die Rohstoffmacht bereits mit mehr als 15 Staaten geeinigt, die Ölproduktion auf dem Niveau vom Januar einzufrieren, sagte Energieminister Alexander Nowak der Agentur Interfax zufolge. Noch im März solle der Deal perfekt gemacht werden.

Russland ist einer der größten Produzenten der Welt, gehört aber nicht der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) an. Seit Mitte 2014 waren die Ölpreise um bis zu 70 Prozent eingebrochen. In Russland hat dies einen Absturz des Rubelkurses zum Dollar ausgelöst und die schwere Wirtschaftskrise noch verschlimmert.

Vor zwei Wochen hatte Russland mit den Opec-Staaten Saudi-Arabien, Katar und Venezuela einen gemeinsamen Plan angekündigt, die Ölförderung auf dem Stand vom Januar einzufrieren, um den drastischen Preisverfall zu stoppen. Mit den übrigen Mitgliedern des Kartells sollte der Schritt aber noch abgesprochen werden.

Der Iran etwa hatte sich zuletzt gegen den Vorschlag gestellt. Der russische Vizeaußenminister Grigori Karassin wird am Mittwoch zu Gesprächen in Teheran erwartet. Der Iran möchte nach dem Ende der Wirtschaftssanktionen wieder mehr Öl in alle Welt exportieren. Saudi-Arabien - das produktionsstärkste Opec-Land - wehrt sich seit langem vehement gegen Förderbeschränkungen, um seine dominante Marktstellung zu verteidigen.

Ein mögliches Einfrieren oder gar eine Kürzung der Förderung ist auch in Russland umstritten. Die Wirtschaftszeitung "RBK" berichtete am Dienstag unter Berufung auf Quellen in den Konzernen Lukoil, Gazprom-Neft und Baschneft, dass die Unternehmen um ihre Marktanteile fürchten. "Wir verstehen nicht, warum wir das machen sollen und wie wir die Umsetzung dieser Vereinbarungen bei den anderen Marktakteuren kontrollieren können", klagte ein Vertreter von Lukoil.

Der Experte Waleri Nesterow vom Analysezentrum Sberbank CIB sagte, ein einseitiger Schritt Russlands hätte keinen Einfluss auf den Ölpreis. An dem Treffen mit Putin nahmen die Chefs der führenden russischen Erdölproduzenten teil, darunter Konzernleiter der Staatsunternehmen Rosneft und Gazprom-Neft sowie des größten privaten Förderers Lukoil.

Für die krisengeschüttelte Rohstoffmacht wäre eine Festlegung auf das Januar-Niveau Beobachtern zufolge trotz aller Befürchtungen eine bequeme Lösung. Im Januar hatte Russland der Agentur Tass zufolge mit rund 46 Millionen Tonnen mehr Öl gefördert als in jedem einzelnen Monat 2015.

Hochgerechnet würde das Riesenreich demnach 2016 die Rekordmenge von 552 Millionen Tonnen produzieren. Unklar war zunächst weiter, wie sich ein Einfrieren der Ölmenge auf die Opec-Staaten auswirken würde.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 11.236,50 +0,29%
TecDAX 1.756,50 +0,18%
EUR/USD 1,0562 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 170,60%
Crocodile Capital MF 121,61%
Polar Capital Fund AF 106,75%
Fidelity Funds Glo AF 100,02%
Morgan Stanley Inv AF 96,13%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr