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Wirtschaft Samsung hat auch ein Waschmaschinen-Problem
Nachrichten Wirtschaft Samsung hat auch ein Waschmaschinen-Problem
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22:15 04.11.2016
Rückruf für 2,8 Millionen Waschmaschinen: Beim Schleudern kann sich die Deckelklappe lösen, teilte Samsung mit Quelle: AFP
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Washington

Samsungs Pechsträhne reißt nicht ab: Nach dem Debakel mit brennenden Akkus beim Smartphone Galaxy Note 7 muss der südkoreanische Elektronikriese in den Vereinigten Staaten nun rund 2,8 Millionen Waschmaschinen wegen Verletzungsgefahr zurückrufen.

Man arbeite mit dem Unternehmen an einer Lösung der Probleme, teilte die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC am Freitag mit. Betroffen seien 34 von oben zu befüllende Modelle, die zwischen März 2011 und April 2016 hergestellt worden seien. Samsung seien 733 Fälle gemeldet worden, in denen Waschmaschinen beim Betrieb übermäßig vibrierten oder auseinanderflogen. Es gebe neun Berichte über Verletzungen, darunter einen Kieferbruch. Der Konzern bietet den Kunden nun an, jemanden zur Reparatur der Waschmaschine zu schicken - oder einen Rabatt beim Kauf einer neuen Maschine egal welcher Marke.

Maschinen außerhalb von Nordamerika sind nicht betroffen

Die US-Behörde hatte bereits im September Untersuchungen wegen Sicherheitsbedenken eingeleitet. Schon 2013 hatte Samsung in mehreren Ländern sechs Toplader-Modelle wegen Feuergefahr zurückgerufen. Das Unternehmen teilte aber mit, dass Maschinen, die außerhalb von Nordamerika verkauft wurden, diesmal nicht betroffen seien.

Samsung sieht sich einer Sammelklage gegenüber: Eine US-Anwaltsfirma hat diese in New Jersey eingereicht und dabei angegeben, dass „einige Samsung-Toplader in den Häusern der Eigentümer explodierten“. Der südkoreanische Konzern hatte kürzlich die Produktion seines neuen Smartphones Galaxy Note 7 komplett einstellen müssen, nachdem Probleme mit explosionsgefährdeten Akkus nicht in den Griff zu bekommen waren.

Von dpa/afp/RND

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