Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Schottland warnt May vor Alleingang
Nachrichten Wirtschaft Schottland warnt May vor Alleingang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:31 24.01.2017
Sieht eine klare politische Verpflichtung zur Befragung der Parlamente: Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon Quelle: AP
Anzeige
Edinburgh

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hat London nach dem Brexit-Urteil des höchsten britischen Gerichts aufgefordert, die Interessen Schottlands bei den Brexit-Verhandlungen zu berücksichtigen. „Obwohl das Gericht entschieden hat, dass die britische Regierung nicht rechtlich dazu verpflichtet ist, die Regionalverwaltungen zu befragen, gibt es eine klare politische Verpflichtung dazu“, sagte Sturgeon.

Sturgeon droht mit eigenem Referendum

Sie kündigte an, die Abgeordneten in Edinburgh über die EU-Austrittserklärung abstimmen zu lassen. Gleichzeitig drohte sie erneut mit einem Referendum über die schottische Unabhängigkeit. Es werde immer klarer, dass Schottland seine Zukunft „in die eigene Hand nehmen muss“.

Zuvor hatte das höchste britische Gericht entschieden, dass die Regierung von Premierministerin Theresa May die Zustimmung des britischen Parlaments einholen muss, bevor sie den geplanten EU-Austritt des Landes einleitet. Eine Verpflichtung, auch die Regionalparlamente in Schottland, Wales und Nordirland zu befragen, gäbe es dagegen nicht, urteilten die Richter.

Sturgeon hatte bereits nach der Rede von Theresa May vor einer Woche Widerstand angekündigt. Gefragt, ob der Brexit-Kurs der britischen Regierung ein zweites Referendum unausweichlich mache, sagte sie der BBC: „Ich glaube das ist sehr wahrscheinlich der Fall“.

Von RND/dpa/zys

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die britische Regierung will trotz des Urteils durch das höchste britische Gericht an ihrem Brexit-Zeitplan festhalten. Europapolitiker sehen das skeptisch und mahnen zur Eile. „2019 muss der Austritt vollzogen sein“, betont Alexander Graf Lambsdorff (FDP).

24.01.2017

Die Verletzungsgefahr ist zu groß: Ikea hat den klappbaren Strandstuhl „Mysingsö“ aus dem Sortiment genommen. Grund sind mehrere Unfälle, die sich nach dem Zusammenbau des Stuhls ereigneten.

24.01.2017

Rückschlag für die Brexit-Anhänger: Das höchste britische Gericht hat per Grundsatzurteil entschieden, dass das Parlament ein Mitspracherecht hat. Das Urteil ist ein Rückschlag für Premier May – und könnte den Brexit-Zeitplan durcheinander bringen.

24.01.2017
Anzeige