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Wirtschaft Sieben Bio-Hundefutter fallen im Test durch
Nachrichten Wirtschaft Sieben Bio-Hundefutter fallen im Test durch
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11:45 29.12.2016
Sieben von 15 Hundefuttern fielen im „Öko-Test“ durch. Quelle: Dpa
Frankfurt

Viele Halter wollen ihrem Hund etwas Gutes tun und kaufen Biofutter. Davon schneiden viele im Test der Zeitschrift „Öko-Test“ aber schlecht ab: Von 15 geprüften Produkten wurden sechs als „mangelhaft“ und eins als „ungenügend“ bewertet (Ausgabe 1/2017). Die Note „sehr gut“ bekam nur ein einziges Produkt.

Auch Bio-Katzenfutter wurde in der aktuellen Ausgabe getestet – mit verblüffenden Ergebnissen: Denn ausgerechnet eine der teuersten Marken im Test (Royal Canin Intense Beauty Gravy mit Monatskosten von ca 129 Euro) schnitt schlechter ab als das Aldi-Nord-Produkt (Monatskosten bei 9 Euro). Anders als beim Hundefutter-Test fällt die Bandbreite ausgewogener aus: Von den 21 getesteten Katzenfuttern gab es vier empfehlenswerte Bio-Produkte, zwei fielen mit der Wertung „mangelhaft“ durch.

Mal zu wenig, mal zu viel

Sowohl bei Hunden als auch bei Katzen-Futter wurde vorwiegend die Nährstoffzusammensetzung bemängelt: Bei einigen Herstellern konnte im Hundefutter-Test kein Vitamin D nachgewiesen werden, bei anderen fehlte Vitamin B1. Beides sind wichtige Bestandteile für eine ausgewogene Ernährung. Auch das Spurenelement Zink war nicht immer ausreichend enthalten: Es sorgt für glänzendes und gesundes Fell bei Hunden.

Was bei einigen Produkten fehlte, war in einem anderen zu viel: Die Mehrheit der getesteten Katzenfutter weist laut „Öko-Test“ überhöhte Phosphor- und/oder Calcium-Gehalte auf, die mindestens dem Dreifachen des empfohlenen Minimalgehalts entsprechen. Ähnliches auch bei den Hunden: Ein Biofutter überschritt den gesetzlichen Höchstwert für Vitamin D. Langfristig kann das zu Gefäßverkalkungen führen.

Grundsätzlich lautet die Empfehlung: Halter sollten sich nicht über lange Zeit auf eine Futtermarke verlassen. Denn gerade bei Biofutter kann die Nährstoffzusammensetzung von Charge zu Charge schwanken, da die Hersteller auf natürliche Bestandteile setzen. Diese liefern aber nicht immer die exakt gleichen Nährstoffwerte. Eine Unter- oder Überversorgung kann das Tier auf Dauer aber nicht ausgleichen.

Von dpa/RND/zys

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