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Wirtschaft Spielwarenhersteller setzen wieder verstärkt auf Klassisches
Nachrichten Wirtschaft Spielwarenhersteller setzen wieder verstärkt auf Klassisches
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20:04 26.01.2016
Der Zukauf des schwedischen Spielwarenherstellers Brio wirkte sich positiv auf den Umsatz von Ravensburger aus. Quelle: Felix Kästle/Illustration
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Nürnberg

Neben viel technischem Spielzeug wie Quadrocoptern und Robotern setzt die Spielwarenbranche wieder verstärkt auf Klassisches. So feiern beispielsweise Knete, Bügelperlen und Brettspiele ein Revival.

"Wir sehen, dass in Zeiten des Wandels und der gefühlten Unsicherheit die Rückbesinnung auf das Wesentliche eine wichtige Rolle spielt", sagte auch Ravensburger-Vorstandschef Karsten Schmidt, dessen Firma am Dienstag die Umsatzzahlen für 2015 bekanntgab. Vor dem ersten Tag der 67. Spielwarenmesse in Nürnberg präsentierten die Hersteller ihre Produktneuheiten der Öffentlichkeit.

Das mit Abstand meiste Geld sei erneut mit Spielen und Puzzles erwirtschaftet worden, teilte das Unternehmen mit. Renner seien zudem neue Auflagen der Brettspiel-Klassiker "Das verrückte Labyrinth" oder "Der zerstreute Pharao" gewesen. Auch dank des Zukaufs des schwedischen Holzeisenbahnherstellers Brio steigerte Ravensburger seinen Umsatz zum neunten Mal in Folge. Die Erlöse kletterten 2015 um 19,2 Prozent auf 444,9 Millionen Euro. Zum Gewinn will das Unternehmen erst im Juni Angaben machen.

Bei der Eröffnungsfeier am Dienstagabend bezeichnete Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) die international branchenweit größte Fachmesse mit rund 2850 Ausstellern als "die Leitmesse schlechthin" im Freistaat. Nürnberg sei bis einschließlich Montag wieder "Welthauptstadt des Spiels". "Jedes Jahr schafft es die Spielwarenmesse, Spitzenprodukte aus aller Welt in Nürnberg zu vereinen", sagte der Politiker.

Zuvor hatte neben Ravensburger auch der Spielzeughersteller Lego über gute Zahlen in seinem Deutschland-Geschäft berichtet. Der Marktanteil in der Bundesrepublik sei 2015 minimal um 0,3 Punkte auf 17,2 Prozent gestiegen. Der Einzelhandelsumsatz stieg demnach um 9,1 Prozent. Länderübergreifende Geschäftszahlen will der Konzern im März im dänischen Billund nennen.

dpa

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