Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Staat nimmt wieder mehr Tabaksteuer ein
Nachrichten Wirtschaft Staat nimmt wieder mehr Tabaksteuer ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:56 17.10.2017
Die Zahl der Raucher in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Quelle: dpa
Berlin

Der deutsche Staat hat im abgelaufenen dritten Quartal deutlich mehr Tabaksteuer eingenommen. Laut Statistischem Bundesamt wurden rund 7 Prozent mehr versteuerte Zigaretten produziert als noch im dritten Quartal 2016. Die Zigarettenmenge lag insgesamt bei rund 20,5 Milliarden Stück (gegenüber etwa 19 Milliarden Stück im Vorquartal).

Grund für die gestiegene Zigarettenproduktion sind aber nicht etwa mehr Raucher. Im Gegenteil, die Zahl geht in Deutschland seit Jahren zurück. Ausschlaggebend sind vielmehr die neuen Regelungen für Schockbilder auf den Verpackungen. Denn in 2016, als die neue Regelung gerade galt, haben die Zigarettenkonzerne vor allem alte Bestände ohne Schockbilder abverkauft – die Produktion der neuen Schachteln fuhren sie absichtlich erst langsam hoch.

Neue Iqos-Sticks gelten als Pfeifentabak

Auch die Steuereinnahmen bei anderen Tabakwaren stiegen laut den Daten des Statistischen Bundesamtes: Beim Feinschnitt waren es fast 15 Prozent, bei Zigarren und Zigarillos knapp 8 Prozent. Am deutlichsten war das Plus allerdings beim Pfeifentabak: Der Absatz erhöhte sich um mehr als 30 Prozent. Der enorme Anstieg ist wohl vor allem auf Wasserpfeifentabak und die Tabaksticks Iqos der Marke Philip Morris zurückzuführen – die beide formal in diese Kategorie fallen. Die Iqos-Sticks werden in Tabakheizsystemen nur erhitzt und nicht verbrannt – deshalb gelten sie als Pfeifentabak, was für Philip Morris auch steuerliche Vorteile hat. Denn die Pfeifentabaksteuer ist wesentlich geringer als die auf Zigaretten.

Von Anne Grüneberg/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Wirtschaft Nach Anti-Dumping-Zöllen - Airbus steigt bei Bombardier ein

Airbus übernimmt mehrheitlich die Mittelstrecken-Jets „C-Series“ des kanadischen Konzerns Bombardier. Interessant dabei: Airbus bezahlt für die Übernahme kein Geld, sondern bringt im Gegenzug seine Expertise bei Verkauf und Marketing ein. Haben die hohen US-Strafzölle die Kanadier in die Enge getrieben?

17.10.2017

Salmonellen-Gefahr bei Aldi Nord: Der Discounter ruft wegen belasteter Proben die „Salami Piccolini“ zurück. Vom Verzehr der Wurst werde dringend abgeraten.

17.10.2017

Laut einer Untersuchung ist Ryanair für ein Drittel aller Landungen nach 23 Uhr am Frankfurter Flughafen verantwortlich – obwohl die Airline nur einen geringen Teil des gesamten Flugaufkommens ausmacht. Nun soll geklärt werden, ob die Verspätungen System haben.

16.10.2017