Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Stahl reißt Thyssenkrupp in rote Zahlen

Industrie Stahl reißt Thyssenkrupp in rote Zahlen

Thyssenkrupp ist wegen der Turbulenzen beim Stahl zum Start des neuen Geschäftsjahres wieder in die roten Zahlen gerutscht. In der Branche wächst jedoch die Hoffnung auf eine Erholung in der Krisenbranche.

Voriger Artikel
Renault mit kräftigem Gewinnplus
Nächster Artikel
Nachfrage nach Gold legt wieder zu

Thyssenkrupp hatte sich in den vergangenen Jahren unter anderem mit harten Sparanstrengungen aus einer tiefen Krise gekämpft.

Quelle: Roland Weihrauch

Essen. Der rasante Verfall der Stahlpreise hat den Aufwärtstrend bei Thyssenkrupp gestoppt und dem Industriekonzern einen Millionenverlust eingebrockt.

Unter dem Strich stand in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2015/2016 (30.9.) ein Fehlbetrag von 23 Millionen Euro, wie das Dax-Unternehmen in Essen mitteilte. Vor einem Jahr hatte der Industriekonzern mit einem Überschuss von 50 Millionen Euro noch schwarze Zahlen geschrieben.

Thyssenkrupp-Finanzchef Guido Kerkhoff wies auf erste Anzeichen einer Besserung bei den Stahlpreisen hin. Während der Rückgang in Europa gestoppt scheine, seien in den USA und auch in China bereits Tendenzen für einen erneuten Anstieg der Preise zu beobachten, sagte er. In der vergangenen Woche hatte auch der Konkurrent ArcelorMittal nach einem Rekordverlust die Hoffnung geäußert, dass das Schlimmste im Stahlgeschäft vorerst vorbei sei.

Seit dem vergangenen Sommer waren die Stahlpreise weltweit unter neuen Druck geraten, weil China angesichts der gesunkenen Nachfrage im eigenen Land massenhaft billigen Stahl auf den Weltmarkt wirft. Zum Schutz der europäischen Stahlbranche belegte die EU nun bestimmte Stahlerzeugnisse aus China und Russland mit Einfuhrzöllen. "Wir können nicht zulassen, dass unfaire Konkurrenz durch künstlich billige Importe unsere Industrie bedroht", begründete EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström am Freitag die Maßnahme.

Trotz der Sorgen im Stahlgeschäft bekräftigte Konzernchef Heinrich Hiesinger, am eingeschlagenen Kurs festzuhalten. "Die solide Entwicklung der Industriegütergeschäfte bestätigt uns, dass der Weg zum diversifizierten Industriekonzern richtig ist", sagte Hiesinger einer Mitteilung zufolge. Damit trat er erneut Forderungen nach einer möglichen Abspaltung des schwankungsanfälligen Stahlgeschäfts entgegen.

Thyssenkrupp rechnet in diesem Jahr auf vergleichbarer Basis - also etwa um Wechselkurseffekte bereinigt - mit einem stagnierenden Umsatz. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll bei 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro landen, der Überschuss deutlich zulegen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern operativ 1,7 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 42,8 Milliarden Euro verdient. Unter dem Strich war der Überschuss um fast 50 Prozent auf 309 Millionen Euro gewachsen.

Vor allem wegen der schwierigen Lage beim Stahl war der Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 9,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Einen wichtigen Beitrag zur erwarteten Besserung im Gesamtjahr von 850 Millionen Euro sollen weitere Einsparungen liefern, davon erreichte der Konzern nach eigenen Angaben im ersten Quartal 250 Millionen Euro.

Als Stütze erwies sich im ersten Quartal wieder einmal das Industriegütergeschäft. Der Aufzugbau und die Autokomponentensparte steigerten ihren operativen Gewinn weiter. Im Großanlagenbau blieb es fast stabil. In diesem Geschäft rechnet der Konzern demnächst mit einigen neuen Großaufträgen.

Thyssenkrupp hatte sich in den vergangenen Jahren unter anderem mit harten Sparanstrengungen aus einer tiefen Krise gekämpft. Diese war durch den misslungenen Bau von neuen Stahlwerken in Brasilien und den USA entstanden - das kostete den Konzern Milliardensummen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 11.192,50 +1,87%
TecDAX 1.734,50 +0,94%
EUR/USD 1,0614 -1,33%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 17,92 +3,37%
BAYER 93,10 +2,99%
THYSSENKRUPP 24,07 +2,11%
RWE ST 11,19 -4,51%
E.ON 6,35 -2,02%
MÜNCH. RÜCK 175,60 -1,04%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 165,03%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,00%
Polar Capital Fund AF 103,34%
Fidelity Funds Glo AF 92,98%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr