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Starkes Schuhgeschäft gibt Puma Schwung

Sportartikel Starkes Schuhgeschäft gibt Puma Schwung

Nach jahrelangem Formtief läuft es bei Puma wieder besser. Doch auch die meilenweit enteilte Konkurrenz schläft nicht. Konzernchef Bjørn Gulden gibt sich dennoch gelassen.

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Führt einen harten Kampf um Marktanteile: Puma-Chef Björn Gulden.

Quelle: Daniel Karmann/Archiv

Herzogenaurach. Der Sportartikelhersteller Puma hat dank einer starken Nachfrage nach Schuhen und dem gut laufenden Geschäft mit Frauenmode zum Jahresstart weiter zugelegt. Der SDax-Konzern steigerte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,7 Prozent auf 852 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern wuchs um 10,1 Prozent auf 41,3 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Puma 25,8 Millionen Euro, was einer Steigerung von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. "Die Entwicklung im ersten Quartal 2016 entsprach unseren Erwartungen", sagte Konzernchef Bjørn Gulden am Freitag am Firmensitz im fränkischen Herzogenaurach.

Mit seinen weltweit rund 10 000 Mitarbeitern entwickelte sich Puma damit allerdings nicht so stark wie die Konkurrenz. Deutschland-Platzhirsch Adidas und Weltmarktführer Nike hatten kürzlich nach überraschend guten ersten Quartalen jeweils ihre Erwartungen für das Sportjahr 2016 mit der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich und den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro hochgestuft.

Bei der Marke mit dem Raubtier-Logo hält man dagegen an der Prognose fest, dass die Umsatzzuwächse im laufenden Jahr im hohen einstelligen Prozentbereich liegen sollen. Bei einem erwarteten Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern von 115 bis 125 Millionen Euro werde auch unter dem Strich etwas mehr übrig bleiben als 2015, so Gulden bereits zu Jahresbeginn. Im Vorjahr hatte der Konzerngewinn bei 37,1 Millionen Euro gelegen - 42 Prozent niedriger als 2014.

Von der starken Performance der Konkurrenz mit teils zweistelligen Quartalszuwächsen zeigte sich der norwegische Ex-Fußballer dennoch unbeeindruckt. Mit Blick auf den Herzogenauracher Nachbarn Adidas sagte Gulden zwar: "Die machen einen guten Job." Schuhe der Konkurrenz sehe man an vielen Füßen. Enttäuscht sei man deshalb aber nicht: "Wir müssen auf uns selbst schauen. Dann werden wir sehen, wie sich die Dinge entwickeln", so der 50-Jährige.

Als großen Puma-Trumpf sieht Gulden das eigene Frauensegment, das hervorragende Ergebnisse einfahre. Mit den Designs habe man den weiblichen Geschmack getroffen. Die teuren Marketing-Kampagnen mit Popstar Rihanna und Model Kylie Jenner hätten gefruchtet. "Rihanna war unser Türöffner", betonte Gulden.

Die Damenwelt wird auch von den anderen großen Sportartikelherstellern umgarnt: Immer mehr Frauen auf der Welt treiben Sport - vor allem im Fitness-Bereich. Mehr als die männlichen Kunden legen sie dabei Wert auf stylishes Aussehen. Weil die weibliche Kundschaft deshalb in der Regel mehr Geld für Kleidung ausgibt als Männer, gilt sie als lukrative Zielgruppe.

In den kommenden Monaten dürften allerdings auch die Umsätze in der Männerdomäne Fußball deutlich anziehen. Bei der Fußball-EM laufen die Nationalmannschaften von Italien, Österreich, Tschechien, der Schweiz und der Slowakei mit Puma-Trikots auf. Besonders auf dem europäischen Markt mache sich das bevorstehende Turnier in Frankreich schon jetzt im Umsatz bemerkbar, hieß es von Puma.

dpa

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