Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Steilmann-Geschäfte nach Insolvenzantrag weiter geöffnet
Nachrichten Wirtschaft Steilmann-Geschäfte nach Insolvenzantrag weiter geöffnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:44 28.03.2016
Kleiderbügel mit dem Logo von Steilmann hängen im Dortmunder Modehaus Boeker. Die Geschäfte laufen vorerst weiter. Quelle: Bernd Thissen
Anzeige
Bergkamen

Nach dem Insolvenzantrag des Modekonzerns Steilmann laufen die Geschäfte des Bekleidungsunternehmens vorerst weiter. Die vor allem in Westdeutschland beheimateten zwölf Boecker-Modehäuser bleiben geöffnet, wie ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Frank Kebekus mitteilte.

436 Mitarbeiter der Steilmann SE und der Holding bekämen von der Bundesagentur für Arbeit bis einschließlich Mai Insolvenzausfallgeld. Nicht betroffen vom Insolvenzverfahren sind die deutschlandweit mehr als 170 Adler Modemärkte, an denen Steilmann beteiligt ist.

Erste Maßnahmen zur Stabilisierung der operativen Geschäfte seien eingeleitet worden. Gespräche mit Handelskunden, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern sollten zügig folgen. "Erst wenn dies gelungen ist, kann es darum gehen, Zukunftsoptionen für Steilmann auszuloten." Der Name Steilmann habe nach wie vor einen guten Ruf im Markt. Dies werde bei der Suche nach Zukunftsperspektiven "sicherlich hilfreich" sein, sagte Kebekus laut Mitteilung.

Der Modekonzern aus dem Ruhrgebiet hatte nur knapp fünf Monate nach dem Börsengang am Donnerstag beim Amtsgericht Dortmund einen Insolvenzantrag gestellt. An der Börse brach der Wert der Steilmann-Aktie um fast 87 Prozent ein. Das Steilmann-Management hatte die Notbremse gezogen, nachdem Sanierungsverhandlungen keinen Erfolg hatten. Steilmann beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit mehr als 8300 Mitarbeiter.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Regionalverkehr müssen sich Zugreisende an neue Betreiber gewöhnen. Denn die Wettbewerber der Bahn drängen verstärkt auf den Markt und sichern sich große Aufträge.

28.03.2016

Food-Start-ups, über deren Online-Plattformen Kunden Essen bestellen können, locken viele Investoren an. Der Online-Handel mit normalen Lebensmitteln kommt indes nicht vom Fleck.

28.03.2016

Die niedrigen Zinsen lassen den Markt für Wohnungen, Häuser und Grundstücke heiß laufen. Mehr als 200 Milliarden Euro wurden 2015 investiert. Doch was passiert, wenn die Zinsen steigen?

28.03.2016
Anzeige