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Stellenabbau bremst SAP-Gewinnanstieg trotz guter Geschäfte

Computer Stellenabbau bremst SAP-Gewinnanstieg trotz guter Geschäfte

Die Geschäfte von SAP brummen. In den ersten neun Monaten lag der Softwarekonzern sogar leicht über seiner eigenen Planung. Trotzdem will Bill McDermott die Erwartungen für das Gesamtjahr noch nicht anheben.

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Die Vorstandsmitglieder des Softwarekonzerns SAP.

Quelle: Uwe Anspach

Walldorf. Der Personalumbau kommt SAP noch teurer als in der ursprünglichen Planung vorgesehen. Das Programm, das Abfindungen und Stellenwechsel vorsieht, sei bis zum Schluss besser angenommen worden als gedacht, sagte Finanzchef Luka Mucic.

Mucic rechnet deshalb in diesem Jahr mit Kosten zwischen 585 bis 615 Millionen Euro, nach dem zweiten Quartal war er noch von 470 bis 530 Millionen Euro ausgegangen.

SAP baut sein Geschäftsmodell seit einigen Jahren grundlegend um. Ein Kerngedanke: Statt Softwarelizenzen zu kaufen, sollen die Kunden die Programme mieten (Cloud Computing). Das beschert SAP unter anderem kontinuierlichere Einnahmen. Im Zuge dieses Umbaus will SAP allerdings auch weltweit Stellen in Abteilungen streichen, die nicht zu den Wachstumsbereichen gehören, und hat dieses Jahr in Europa freiwillige Abfindungsprogramme gestartet.

Ursprünglich sollten rund 2000 Beschäftigte im Laufe des Jahres auf eine neue Stelle wechseln oder ab einem bestimmten Alter mit einer Abfindung zum Gehen bewegt werden. Mucic rechnet nun mit etwa 3000, die das Angebot annehmen. Weil SAP in anderen Bereichen stark wächst, beschäftigte der Konzern Ende September mit 75 643 trotzdem mehr Mitarbeiter als zuvor. Unterm Strich seien etwa 1200 hinzugekommen, sagte Mucic.

Wegen der für den Umbau anfallenden Kosten verdiente der Konzern mit 895 Millionen Euro unterm Strich im dritten Quartal aber nur zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Einsparungen von mehr als einer halben Milliarde Euro jährlich verspricht sich SAP erst nach dem Abschluss des Umbaus. Im dritten Quartal sei bereits ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag eingespart worden, so ein Sprecher.

Die Umsätze waren dank guter Geschäfte in allen Regionen weitaus deutlicher gestiegen. Die Cloud- und Softwareerlöse legten gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 4,12 Milliarden Euro zu. Damit entwickelte SAP sich in den ersten neun Monaten besser als in der Ursprungsplanung vorgesehen. Seine Erwartungen an das Gesamtjahr wollte SAP-Chef Bill McDermott allerdings noch nicht an die guten Geschäfte anpassen. Er sei sehr optimistisch, sagte McDermott. Allerdings macht der Softwarekonzern üblicherweise im Schlussquartal den größten Anteil seines Geschäfts.

Dabei sieht McDermott nach eigenen Worten durchaus eine Chance, dass die bisherigen Erwartungen an das neue Cloud-Geschäft übertroffen werden. Hier plant SAP bislang für 2015 rund zwei Milliarden Euro Umsatz. In den ersten neun Monaten beliefen sich die Erlöse aber schon auf 1,6 Milliarden Euro - fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Wie stark SAP aus eigener Kraft in seinem neuen Geschäftsfeld wächst, wird 2016 zeigen. SAP hatte 2014 den Anbieter von Software zur Reisekostenabrechnung Concur und die Firma Fieldglass übernommen, die Software zum Management von Leiharbeitern entwickelt, was zu dem starken Wachstum beiträgt.

dpa

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