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Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt gut

Konjunktur Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt gut

Die gute Laune in deutschen Unternehmen trübt sich vor Weihnachten zwar ganz leicht ein. Die Erwartungen bleiben aber hoch. Insgesamt dürfte die deutsche Konjunktur 2016 robust bleiben - auch wenn die Schlüsselindustrie Maschinenbau auf der Stelle tritt.

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Das ifo-Institut befragt monatlich rund 7000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Bauwirtschaft. Foto: Peter Kneffel

München/Frankfurt. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt hervorragend. Daran ändert auch ein leichter Dämpfer des Ifo-Geschäftsklimaindexes im Dezember nichts: Das wichtigste Konjunkturbarometer für die deutsche Wirtschaft bleibt auf hohem Niveau.

Tatsächlich gibt die Konjunktur den Unternehmen auch allen Grund zur Zuversicht, wie KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner betont: "Die Aussichten für 2016 sind gut: Konsum und Wohnbauten setzen ihren Dauerlauf in überzeugendem Tempo fort, teils dank einer zweiten Luft infolge der Zuwanderung."

Zudem nimmt die Beschäftigung in nahezu allen größeren Wirtschaftszweigen zu und die weiter extrem expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank mit Nullzinsen und offenen Geldschleusen liefert zusätzliche Impulse, wie Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise unterstreicht.

Hingegen sei ein Exportboom 2016 unwahrscheinlich: "Der Euro ist eine Hilfe für deutsche Exporteure, wichtiger ist jedoch die Entwicklung der Weltmärkte - und die ist derzeit nicht besonders dynamisch." Insgesamt rechnet die Allianz mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung (BIP) von 1,7 Prozent in diesem Jahr und von 2,2 Prozent 2016.

Getrübt wird der Optimismus von der schwachen Entwicklung der Investitionen deutscher Unternehmen. "Sorge bereitet die Investitionsdynamik, die trotz extrem niedriger Zinsen nicht in Gang kommt und nach einem Aufflackern immer wieder von Rückschlägen gekennzeichnet ist", erklärte Gustav Horn, Leiter des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Das zeige, dass das Vertrauen der Unternehmen in den Aufschwung bei weitem noch nicht gefestigt sei. Auch 2016 dürften die Investitionen eine Schwachstelle des Aufschwungs bleiben, sagten die IMK-Konjunkturforscher voraus.

Das bekommen auch die deutschen Maschinenbauer zu spüren, die sich angesichts der weltweit schleppenden Nachfrage nach Maschinen und Anlagen auf ein weiteres Jahr ohne reales Wachstum einstellen. Denn die Rahmendaten blieben ungünstig, auch 2016 müsse der Maschinenbau mit negativen Impulsen aus vielen Schwellenländern rechnen, sagte der Präsident des Branchenverbands VDMA, Reinhold Festge, am Donnerstag in Frankfurt.

Zudem dürften die expansiven Effekte aus den USA und den EU-Partnerländern etwas geringer ausfallen als 2015. Auch die erwartete Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar nach der Zinserhöhung in den USA werde bestenfalls etwas Rückenwind bringen.

Die vom Ifo Institut befragten Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage im Dezember zwar nicht mehr ganz so gut wie im Vormonat. Doch der Optimismus mit Blick auf das kommende halbe Jahr blieb unverändert groß, wie das Institut am Donnerstag in München mitteilte. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sagte, sämtliche Indexwerte seien höher als vor einem Jahr: "Ein besseres Ergebnis hätte man sich zu Weihnachten kaum wünschen können."

dpa

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