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Nachrichten Wirtschaft Sturmflutschäden müssen extra versichert sein
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17:26 05.01.2017
Von dieser Imbissbude auf dem Steilufer von Zempin auf der Insel Usedom ist nur die Hälfte stehen geblieben. Quelle: dpa
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Berlin

Sturmflutschäden werden nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft nur bei einer speziellen Versicherung ersetzt. „Es gibt nur wenige Versicherer in Deutschland, die ausdrücklich Versicherungen für Sturmflutschäden anbieten“, sagte eine GDV-Sprecherin am Donnerstag in Berlin.

Versicherung schützt nur bei Flussüberschwemmungen

Sturmflutschäden wie jetzt an der Ostsee würden von einer Elementarschadenversicherung nicht abgedeckt. Denn die Ostsee werde vom Wind aufgepeitscht und an Land gedrückt. Anders sei dies bei Flussüberschwemmungen, die in der Regel eine Folge von Starkregen seien. In solchen Fällen zahle eine Elementarschadensversicherung. Auch Schäden durch Schneedruck, Lawinen oder einen Vulkanausbruch fallen unter die Elementarschadenversicherung.

Wird ein abgestelltes Auto bei einer Sturmflut überflutet, zahlt laut GDV in der Regel die Teilkasko-Versicherung. Werde ein Dach bei Sturm beschädigt, komme die Wohngebäudeversicherung dafür auf.

Schäden schnell der Versicherung melden

Betroffene sollten sich am besten so schnell wie möglich an ihre Versicherung wenden, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die Meldung kann per Telefon oder online erfolgen. Hilfreich ist es, Fotos oder Videos von den Schäden zu machen.

Die Versicherung besitzt das Recht, den Schaden zu begutachten. Daher sollten Versicherte mit ihr klären, ob und welche Sicherungsmaßnahmen sie vornehmen dürfen. Den Schaden ohne Rücksprache einfach zu beseitigen, ist nicht ratsam.

Von RND/dpa

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