Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Takata zieht umstrittene Airbag-Chemikalie aus dem Verkehr

Auto Takata zieht umstrittene Airbag-Chemikalie aus dem Verkehr

Der wegen defekter Airbags in die Kritik geratene Autozulieferer Takata hat weitere Maßnahmen zur Krisenbewältigung versprochen. Künftig solle bei den Airbags auf die Verwendung von Ammoniumnitrat verzichtet werden, teilte das japanische Unternehmen am Montag (Ortszeit) in Washington mit.

Voriger Artikel
Welthafenkonferenz in Hamburg wird eröffnet
Nächster Artikel
Große Textilkonzerne treten Bündnis gegen Ausbeutung bei

Airbag-Hersteller Takata kündigt weitere Schritte an, um die Sicherheit seiner Produkte wieder herzustellen.

Quelle: Jeff Kowalsky

Washington. t. Die Chemikalie wurde in Millionen von Fahrzeugen bei Airbag-Gasgeneratoren als Treibstoff eingesetzt und steht im Verdacht, ein Grund für erhebliche Sicherheitsrisiken zu sein.

Takata-Airbags haben in der Vergangenheit in mehreren Fällen unvermittelt ausgelöst. Dabei kam es zu Explosionen, die Teile der Metallverkleidung sprengten. Diese Defekte werden mit sechs Toten und zahlreichen Verletzten in Zusammenhang gebracht. Vor allem in den USA steht das Unternehmen deshalb massiv unter Druck. Am Dienstag muss sich der für Nordamerika zuständige Takata-Manager Kevin Kennedy in Washington bei einer Anhörung Abgeordneten stellen.

Vor etwa zwei Wochen hatte Takata auf Drängen der Verkehrsbehörde NHTSA der größten Rückrufaktion der US-Geschichte zugestimmt. Seit 2013 wurden bereits etwa 17 Millionen Fahrzeuge von Autoherstellern in die Werkstätten beordert, diese Zahl wird sich noch einmal fast verdoppeln.

In Notizen, die vorab veröffentlicht wurden, bemüht sich Manager Kennedy, das Ausmaß der Misere zu relativieren: "Wir sind stolz, dass Millionen von Takata-Airbags ordnungsgemäß funktioniert und Tausende von Todesfällen verhindert haben". In den letzten Monaten habe Takata ballistische Tests für mehr als 12 500 Airbags durchgeführt, von denen nur neun Mängel aufgewiesen hätten. Kennedy bezeichnete es aber als unakzeptabel, "wenn auch nur eines unserer Produkte nicht wie vorgesehen funktioniert und Menschen in Gefahr bringt".

Deshalb habe Takata sich verpflichtet, die Produktion des Konstruktionstyps einzustellen, der bei allen bisherigen Unfällen mit Airbags auf der Fahrerseite aufgetreten sei, so Kennedy. Man arbeite mit den betroffenen Autobauern zusammen, um bei den Ersatzteilen neue Versionen ohne Ammoniumnitrat einzusetzen. Diese könnten auch von anderen Airbag-Herstellern kommen. Ob der Treibstoff für die Probleme verantwortlich ist, ist aber noch nicht abschließend geklärt. "Takata hat die Ursache des Defekts noch immer nicht identifiziert", kritisierte US-Verkehrsminister Anthony Foxx erst kürzlich.

Takata hatte sich eine Machtprobe mit der Verkehrsbehörde geleistet und wegen mangelnder Kooperation eine Strafe von 14 000 Dollar pro Tag aufgebrummt bekommen. Stein des Anstoßes war vor allem gewesen, dass Takata Forderungen nach einem landesweiten Rückruf zunächst abgelehnt hatte. Die Firma vertritt den Standpunkt, die Unfälle stünden im Zusammenhang mit dem heißen und feuchten Klima in einigen US-Bundesstaaten. Sie würde die Rückrufe lieber auf diese Regionen beschränken. Ob die Sicherheit durch den Megarückruf rasch wieder hergestellt werden kann, ist ohnehin sehr zweifelhaft - das Vorhaben dürfte Jahre dauern und erfordert Ersatzteile, die Takata nicht aus dem Stand liefern kann.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 11.035,00 +2,41%
TecDAX 1.729,50 +1,71%
EUR/USD 1,0756 +0,36%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 23,57 +6,88%
CONTINENTAL 179,65 +4,52%
VOLKSWAGEN VZ 126,50 +4,08%
RWE ST 11,72 -2,26%
FMC 74,12 -1,04%
FRESENIUS... 68,26 -0,54%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 159,95%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 113,23%
Fidelity Funds Glo AF 91,70%
Morgan Stanley Inv AF 91,29%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr