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Wirtschaft Tankstellenpächter genervt: Benzinpreise verderben Shopgeschäft
Nachrichten Wirtschaft Tankstellenpächter genervt: Benzinpreise verderben Shopgeschäft
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10:15 08.08.2015
Bis zu 14 Mal am Tag: Durch den ständigen Preiswechsel an den Tankstellen verlieren die Pächter an Umsatz. Quelle: Arno Burgi
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Minden

Zwischen 17 und 19 Uhr koste der Sprit am wenigsten; die Preisdifferenz zum Vormittag könne zehn Cent und mehr betragen. "Das macht den Betreibern zu schaffen, weil sie im Shop auf ihren Frühstücksangeboten sitzenbleiben", sagte Pook. Viele Autofahrer steuerten zum Tanken gezielt nachmittags und abends die Tankstellen an. Am Abend aber werde weniger gekauft; die Kunden wollten dann meist schnell von der Tankstelle wieder herunter.

Die Pächter verlieren nach Angaben des Verbandes so rund 1000 Euro Umsatz monatlich im Backwaren-Segment, etwa für belegte Brötchen. Weitere 300 Euro gehen beim Umsatz mit Kaffee verloren. Die Pächter wünschen sich für ihr Shopgeschäft einen stabilen mittleren Preis, doch das ist nicht realistisch. Der Treibstoffabsatz ist seit Jahren rückläufig, die Zahl der Tankstellen schrumpft dagegen langsamer. So wird der Wettbewerb immer härter. Durch die Markttransparenzstelle des Bundeskartellamtes können die Autofahrer zudem schnell und zuverlässig die günstigste Tankstelle ansteuern. "Das führt dazu, dass die Preisbewegungen überhitzen", sagte Pook.

Der Pächter einer Tankstelle erwirtschaftet im Jahr im Westen Deutschlands einen Gewinn von 38 410 Euro, im Osten 34 637 Euro. Von diesem Gewinn stammen 57 Prozent aus dem Shopgeschäft und nur 18 Prozent aus den Provisionen für den Benzin- und Dieselverkauf. Der Rest entfällt auf Autowäsche, Dienstleistungen und Nebengeschäfte. Tankstellen verkaufen knapp vier Millionen Liter Kraftstoff pro Jahr, doch behalten daraus nur Provisionserlöse von 54 485 (West) Euro bzw. 53 272 Euro (Ost). Die Shopumsätze liegen bei 951 700 Euro im Westen und 734 200 Euro im Osten. Davon entfallen 61 Prozent auf Zigaretten sowie knapp zweistellige Anteile auf Getränke und Telefonkarten.

dpa

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