Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Tarifverhandlungen bei der Post abgebrochen

Tarife Tarifverhandlungen bei der Post abgebrochen

Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Post um kürzere Arbeitszeiten hat sich dramatisch zugespitzt. In der vierten Verhandlungsrunde in Berlin lehnte die Gewerkschaft Verdi ein neues Angebot der Arbeitgeber als unzureichend ab.

Voriger Artikel
ADAC will auf dem Reformweg Kontrollgesellschaft einsetzen
Nächster Artikel
Lokführerstreik gerät immer schärfer ins Visier der Politik

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post sind die Verhandlungen festgefahren.

Quelle: Oliver Berg

Bonn/Berlin. Daraufhin wurden die Gespräche abgebrochen. Über den Fortgang soll jetzt die Tarifkommission entscheiden. Verdi kündigte zugleich für die kommende Woche bundesweite Streikmaßnahmen an. Damit geraten möglicherweise immer mehr Postkunden durch verspätete Zustellungen von Briefen und Paketen in den Strudel des Arbeitskampfes.

Mit Unverständnis reagierte die Personalchefin der Post, Melanie Kreis, auf die ablehnende Haltung der Gewerkschaft. "Wir haben aus unserer Sicht ein sehr solides Angebot vorgelegt und sind enttäuscht, dass dieses in Bausch und Bogen zurückgewiesen wurde", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Das Management hatte unter anderem angeboten, den Kündigungsschutz um drei Jahre bis Ende 2018 zu verlängern und den 24. und 31. Dezember wieder als arbeitsfreie Tage einzuführen. Daraus ergebe sich insgesamt eine Stunde weniger Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich.

Die Gewerkschaft fordert eine Verkürzung der Wochenarbeitszeiten von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die Post lehne es ab, zu einer Einigung im Gesamtpaket zu kommen, erklärte die Verhandlungsführerin von Verdi, Andrea Kocsis, einer Mitteilung zufolge. "Mit ihrem Angebot verschärft die Post den Tarifkonflikt. Das werden die Beschäftigten nicht hinnehmen." Statt Schutz und Perspektive gebe es mehr Unsicherheit, meinte Kocsis. "Die Zeichen stehen jetzt auf Sturm."

Die Post rief die Gewerkschaft mit Blick auf die erneut anstehenden Warnstreiks dazu auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Hintergrund des Tarifstreits ist die Gründung von regionalen Firmen in der Paketzustellung. Darin sieht Verdi einen Verstoß gegen tarifvertragliche Vereinbarungen.

In der vierten Tarifrunde hatte die Gewerkschaft zudem ihre Vorstellungen zu den Entgelten des ebenfalls neu zu verhandelnden Haustarifvertrages auf den Tisch gelegt. Dabei sorgte die Forderung von 5,5 Prozent mehr Geld für die 140 000 Beschäftigten für weiteren Zündstoff in dem Tarifkonflikt. Die Post wies die Forderungen prompt als realitätsfern und unfinanzierbar zurück. Über diesen Tarifkomplex wollen Post und Verdi nun am 20. und 21. Mai in Bonn verhandeln. Ob dabei auch das Thema Arbeitszeitverkürzung erneut auf den Tisch kommt oder ausgeklammert bleibt, ist nicht klar.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.914,50 +1,29%
TecDAX 1.717,00 +0,98%
EUR/USD 1,0730 +0,13%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 22,66 +2,78%
LUFTHANSA 12,60 +2,22%
VOLKSWAGEN VZ 123,91 +1,95%
RWE ST 11,80 -1,61%
E.ON 6,35 -1,55%
FMC 74,42 -0,63%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 159,95%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 113,23%
Polar Capital Fund AF 103,49%
Fidelity Funds Glo AF 91,69%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr