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Wirtschaft Taubenfüttern kann Mieter die Wohnung kosten
Nachrichten Wirtschaft Taubenfüttern kann Mieter die Wohnung kosten
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15:09 08.12.2016
Wer gegen den Willen des Eigentümers in einem Mietshaus Tauben füttert, dem darf das Mietverhältnis außerordentlich gekündigt werden. Quelle: dpa
Nürnberg

Im konkreten Fall hatte ein Mieter vom Fenster seiner Wohnung im vierten Obergeschoss aus an sieben Tagen die Woche mehrmals täglich Tauben gefüttert und dabei jeweils um die 30 Tiere angelockt, wie das Oberlandesgericht Nürnberg am Donnerstag mitteilte.

Obwohl der Vermieter den Mieter mehrfach abgemahnt hatte und auch andere Bewohner des Hauses an den Tierfreund herangetreten waren, setzte er das Füttern der Tauben fort. Der Vermieter kündigte ihm außerordentlich, der Mieter klagte vor dem Amtsgericht Nürnberg und verlor. (Aktenzeichen: 14 C 7772/15 vom 08.04.2016).

Gericht: Mieter störte Hausfrieden

Das Gericht hatte in seinem Urteil vom April begründet, der Tierfreund habe durch sein Verhalten den Hausfrieden in dem Wohnhaus nachhaltig gestört. Da er das Taubenfüttern auch nach der ordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses fortgesetzt habe, sei auch eine außerordentliche Kündigung rechtens.

Der Mann legte daraufhin Berufung beim Oberlandesgericht Nürnberg ein und begründete diese vor allem mit formellen Mängeln. Nachdem die Richter ihn in der Verhandlung darauf hingewiesen hatten, dass seine Berufung keine Aussicht auf Erfolg haben wird, zog der Beklagte die Berufung zurück. Das Urteil des Amtsgericht ist nun somit rechtskräftig.

Von dpa/epd/RND

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