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Tesla will auch ins Geschäft mit Lastwagen und Bussen

Auto Tesla will auch ins Geschäft mit Lastwagen und Bussen

Tesla-Chef Elon Musk war noch nie um große Ankündigungen verlegen. Jetzt stellt er elektrische Lastwagen und Busse sowie Roboter-Taxis in Aussicht. Im Moment ist Tesla allerdings noch dabei, den ersten zehn Jahre alten "Master Plan" von Musk zu erfüllen.

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Tesla steht gerade in der Kritik nach dem ersten tödlichen Unfall mit seinem Fahrassistenz-System «Autopilot».

Quelle: Britta Pedersen/Archiv

Palo Alto. Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla, Elon Musk, will in Zukunft auch Lastwagen und Busse bauen.

Außerdem sollen irgendwann komplett selbstfahrende Teslas einen firmeneigenen Fahrdienst in Städten bilden, kündigte Musk in seinem zweiten "Master Plan" zur Strategie des Unternehmens an.

Zuvor soll es noch ein kleineres SUV-Modell geben und einen "neue Art von Pickup-Truck". Lastwagen und Bus seien "im frühen Stadium der Entwicklung" bei Tesla und könnten im kommenden Jahr präsentiert werden. Wann die Fahrzeuge auf die Straße kommen könnten, blieb unklar.

In seinem ersten Strategie-Papier vor zehn Jahren hatte Musk die Entwicklung des Unternehmens bis hin zu einem günstigeren Verbraucher-Modell vorgezeichnet. Das soll jetzt im kommenden Jahr mit dem "Model 3" auf den Markt kommen. Tesla hatte im vergangenen Jahr erst gut 50 000 Autos gebaut, 2018 sollen es wegen der bereits über 370 000 Vorbestellungen des "Model 3" schon 500 000 jährlich sein. Die deutlich verzögerte Produktion des SUV "Model X" läuft erst jetzt in größeren Stückzahlen an.

Tesla steht gerade in der Kritik nach dem ersten tödlichen Unfall mit seinem Fahrassistenz-System "Autopilot". Musk betonte in seinem neuen "Master Plan" in der Nacht zum Donnerstag, dass die Technik "bei korrekter Nutzung" viel sicherer sei als menschliche Fahrer.

Deshalb wäre es "moralisch verwerflich" von Tesla gewesen, die Technologie aus Angst vor negativer Medienberichterstattung oder Klagen zurückzuhalten, schrieb er. "Es würde nicht mehr Sinn ergeben, "Autopilot" zu deaktivieren, wie einige gefordert haben, als den Autopiloten in Flugzeugen abzuschalten, nach dem unser System benannt ist".

Bei dem Todes-Crash im Mai war ein Tesla mit eingeschaltetem Fahrassistenten ungebremst unter einen Lastwagen-Anhänger gerast, der die Straße querte. Tesla zufolge hielt das System die weiße Seite des Anhängers für ein hochhängendes Autobahn-Schild. Die amerikanische Aufsichtsbehörde NHTSA untersucht das System und forderte von Tesla inzwischen alle "Autopilot"-Unterlagen an.

Mit selbstfahrenden Wagen sollen Tesla-Besitzer ihre Autos zum Geldverdienen als Roboter-Taxis losschicken können, erklärte Musk. Dadurch werde in Zukunft nahezu jeder einen Tesla besitzen können. Ein günstigeres Fahrzeug als das "Model 3" für 35 000 Dollar müsse damit nicht in die Modellpalette.

Musk verteidigte auch die Pläne zur Übernahme des schwächelnden Ökostrom-Spezialisten SolarCity durch Tesla. Es sei Teil des Konzepts für Elektromobilität, Solaranlangen mit angeschlossener Speicher-Kapazität durchzusetzen. Die im Mai angekündigte Übernahme wurde auch kritisiert, weil bei SolarCity zwei Cousins von Musk involviert sind und er selbst größter Anteilseigner ist.

In der Überschrift des Strategiepapiers schrieb Musk den Hinweis darauf, dass es der zweite Teil ist, auf Französisch: "Master Plan, Part Deux". Im Jahr 1993 war "Hot Shots! Part Deux" der Titel einer Parodie-Komödie mit Charlie Sheen in der Hauptrolle.

dpa

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