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Wirtschaft Thyssen-Krupp spart bis zu 1.000 Stellen ein
Nachrichten Wirtschaft Thyssen-Krupp spart bis zu 1.000 Stellen ein
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16:36 31.08.2017
Bei Thyssen-Krupp bröckelt die Personaldecke. Quelle: dpa
Essen

Nach einem Ergebniseinbruch in der Sparte Industrial Solutions will der Essener Industriekonzern Thyssenkrupp zusätzlich bis zu 1000 Stellen in Deutschland streichen. Schwerpunkt der Maßnahmen werde der Großanlagenbau sein, kündigte ein Sprecher am Donnerstag in Essen an. Zu der Sparte gehört auch der Marineschiffbau. Insgesamt sei weltweit der Abbau von bis zu 1500 Stellen in den kommenden drei Jahren geplant. Zuvor hatte das Unternehmen bereits die Streichung von bis zu 500 Stellen im Verwaltungsbereich angekündigt, davon bis zu 300 in Deutschland.

Ziel sei es, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und den geplanten Personalabbau möglichst sozialverträglich zu gestalten, kündigte das Unternehmen an. Von weltweit rund 21 000 Beschäftigten in der Sparte arbeiten etwa 13 000 in Deutschland. Schwerpunkt der Sparte Großanlagenbau ist Nordrhein-Westfalen.

Bereits im Juli starteten die Essener eine große Abbau-Offensive in der Verwaltung. Um bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019/2020 Einsparungen von 400 Millionen Euro verzeichnen zu können, sollen von den 18.000 Mitarbeitern in der Verwaltung bis zu 2.500 Menschen das Unternehmen verlassen. An der Börse kam die Nachricht damals gut an. Der Kurs der Aktie kletterte Mitte Juli um fast drei Prozent auf über 26,85 Euro. Die vom Konzern ausgegebene strategische Weiterentwicklung geht auch diesmal zu Lasten vieler Mitarbeiter.

Von RND/dpa

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