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Wirtschaft Toyota will Milliarden in den USA investieren
Nachrichten Wirtschaft Toyota will Milliarden in den USA investieren
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09:31 10.01.2017
Toyota-Chef Akio Toyoda auf der US-Automesse in Detroit Quelle: imago/Kyodo News
Tokio/Detroit

Der japanische Autoriese Toyota will in den kommenden fünf Jahren 10 Milliarden Dollar (9,5 Mrd Euro) in den USA investieren. Das erklärte Toyota-Chef Akio Toyoda auf der US-Automesse in Detroit, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag berichtete.

Zuvor hatten Ford sowie Fiat Chrysler Großinvestitionen in den USA angekündigt. So plant Ford 700 Millionen Dollar in eine bestehende Ford-Fertigungsstätte in Flat Rock im Bundesstaat Michigan zu investieren.

Die Bekanntmachungen der Autobauer folgen auf eine aggressive Kampagne des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, der mehr Jobs für die US-Industrie fordert.

Toyota-Chef: Keine Reaktion auf Trump

Trump hatte Toyota und andere große Autokonzerne wie General Motors (GM) zuletzt heftig für die Produktion im Niedriglohnland Mexiko kritisiert. „Toyota will ein neues Werk in Baja, Mexiko, bauen, um Corolla-Autos für die USA herzustellen. AUF KEINEN FALL! Baut das Werk in den USA oder zahlt hohe Grenzsteuer“, twitterte Trump am Donnerstag vor einer Woche.

Insbesondere drohte er mit hohen Strafzöllen. Diese würden auch die deutsche Autoindustrie hart treffen, die in Mexiko auch für den Export in die USA Fahrzeuge produziert.

Nach Informationen von Kyodo will Toyota die Ankündigung von Konzernchef Toyoda über weitere 10 Milliarden Dollar nicht als Reaktion auf Trumps Äußerungen verstanden wissen. Vielmehr sei dies Teil der Konzernstrategie. Auch Ford-Chef Mark Fields hatte abgestritten, dem Druck Trumps nachgegeben zu haben er verwies auf wirtschaftliche Faktoren.

„Wir warten auf Fakten“

Die deutschen Konzerne äußerten sich eher vorsichtig zu Trump. „Wir warten auf Fakten“, sagte etwa Daimler-Chef Dieter Zetsche mit Blick auf den Start der neuen US-Regierung. Trump wird am 20. Januar in sein Amt eingeführt. Die Automesse in Detroit läuft bis zum 22. Januar.

Von RND/zys/dpa

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