Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Tüv fordert neue Regeln bei Zulassungstests für Autos

Auto Tüv fordert neue Regeln bei Zulassungstests für Autos

Der Tüv will mehr Transparenz bei der Zulassung neuer Autos. Dazu sollten etwa mehr Prüfer von außen eingesetzt und die Einhaltung der angekündigten Abgaswerte kontrolliert werden.

Voriger Artikel
Forscher: Computer bedrohen vor allem Jobs in der Industrie
Nächster Artikel
Nach Kaufhof-Verkauf: Metro präsentiert Zahlen für 2014/15

Ob die angekündigten Emissionswerte schließlich eingehalten werden, sollte während der Produktion von unabhängigen Dritten bei der Hälfte aller hergestellten Autos geprüft werden.

Quelle: Jan Woitas/Archivbild

München. Der Tüv möchte die Zulassungstests für neue Autos reformieren und so für mehr Transparenz in dem Verfahren sorgen.

Axel Stepken, Chef des Tüv Süd, nannte am Montag in München mehrere Vorschläge, um künftig Manipulationen wie beim VW-Abgas-Skandal zu verhindern.

Das bisherige Verfahren sei "offensichtlich nicht zu Ende gedacht" gewesen, sagte Stepken. "Wir haben nicht vermutet, dass hier Missbrauch des Systems betrieben wird." Der Tüv hatte sich zuletzt unter anderem auf die Daten fremder Firmen sowie der Auto-Hersteller verlassen müssen.

Im Namen des Verbands der Technischen Überwachungsvereine (Tüv) machte Stepken vier Vorschläge, die vor allem auf transparentere Kontrolle der Autos abzielen. So sollte der Tüv künftig etwa bei der Zulassung neuer Modelle an allen Tests beteiligt und auch in die Datenerhebung fremder Firmen eingeweiht werden. Für den Tüv würde das mehr Arbeit bedeuten und somit mehr Umsatz.

Bislang habe sich sein Unternehmen auch auf Werte anderer Prüfer verlassen müssen, sagte Stepken. Es sei von zentraler Bedeutung, "dass wir hier mehr Transparenz reinbringen". So könnte auch das Vertrauen der Verbraucher zurückgewonnen werden.

Außerdem müsse ein Weg gefunden werden, die Computer-Software in den Autos angemessen zu prüfen, ohne die geheimen Quellcodes der Systeme offenzulegen. Volkswagen hatte den Schadstoffausstoß in Tests mit dem Einsatz von Software künstlich gedrückt.

Ob die angekündigten Emissionswerte schließlich eingehalten werden, sollte während der Produktion von unabhängigen Dritten bei der Hälfte aller hergestellten Autos geprüft werden. Welche Autos geprüft werden, sollte das Kraftfahrt-Bundesamt entscheiden. Auch hier kommt der Tüv als Prüfer infrage. Derzeit werde nur ein Bruchteil der Autos - teilweise vom Hersteller selbst - getestet.

Zuletzt müsse bei der zweijährlichen Abgasuntersuchung zusätzlich zur digitalen Messung wieder eine sogenannte Endrohrmessung direkt am Auspuff durchgeführt werden, um so die Werte der digitalen Prüfung zu verifizieren. Dazu müsse allerdings noch eine neue Messtechnik entwickelt werden. Bei neueren Auto-Modellen werde schon seit 2007 keine Messung am Auspuff mehr durchgeführt.

Diese Vorschläge sind laut Stepken bereits der Autoindustrie sowie den zuständigen Fachgremien des Kraftfahrt-Bundesamtes und des Verkehrsministeriums vorgestellt worden - mit durchgängig positivem Echo. Stepken betonte jedoch, es sei nicht die originäre Aufgabe des Tüv, "Manipulation und Gaunerei aufzudecken". Stattdessen seien Risikominimierung und gesellschaftliche Akzeptanz neuer Technik das Kerngeschäft.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.529,50 +0,15%
TecDAX 1.687,00 +0,03%
EUR/USD 1,0673 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
Stabilitas PACIFIC AF 142,96%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr