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Wirtschaft Uber bestreitet Technologie-Diebstahl
Nachrichten Wirtschaft Uber bestreitet Technologie-Diebstahl
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12:42 09.04.2017
Uber-Roboterautos: Gestohlene Technik? Quelle: AP
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San Francisco

Im Mittelpunkt des Streits steht Ubers Roboterwagen-Chef Anthony Lewandowski. Jahrelang war er bei Googles Projekt für selbstfahrende Autos in zentraler Funktion, insbesondere bei der Entwicklung von Laser-Radaren. Mit diesen auch unter dem Namen Lidar bekannten Geräten erfassen die Wagen ihre Umgebung. Waymo behauptet, Lewandowski habe vor seinem Abgang aus der Firma Ende 2015 rund 14 000 geschützte Dateien mit vertraulichen Informationen zu den Google-Roboterautos heruntergeladen.

Waymo hatte deshalb vor rund sechs Wochen gegen Uber eine Klage in die Wege geleitet. Der zuständige Richter William Alsup sprach in einer Anhörung in San Francisco von den stärksten Vorwürfen, die er in 42 Jahren gesehen habe. Lewandowski will sich nicht äußern und macht von seinem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern.

Das Mysterium um Otto

Uber erklärte nun nach einer mehrwöchigen Prüfung in seiner 32-seitigen Antwort auf die Klage: „Um es klar zu sagen: Uber hatte die 26 Geschäftsgeheimnisse oder die 14.000 Dateien, die Lewandowski laut Waymo heruntergeladen hatte, nie in seinem Besitz und setzte sie nie ein.“ Der Fahrdienst-Vermittler habe zwar bereits seit 2015 an eigenen Laser-Radaren gearbeitet, aber bisher auf der Straße nur fertige Module von Anbietern wie Velodyne genutzt. Die Klage von Waymo sei ein Versuch, einen Rivalen zu bremsen.

Lewandowski hatte Anfang vergangenen Jahres die eigene Firma Otto gegründet, die wenige Monate später von Uber für 680 Millionen Dollar gekauft wurde. Waymo behauptet, dass es schon seit den Otto-Anfängen Kontakte zwischen Uber und Lewandowski gegeben habe - und dass er auch bei der weiteren Firma Tyto Lidar mitgemischt habe, die ebenfalls in Otto und Uber aufging.

Von dpa/RND

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