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Überhitzte Akkus im Note 7 drücken auf Samsungs Aktien

Telekommunikation Überhitzte Akkus im Note 7 drücken auf Samsungs Aktien

Die Akku-Probleme bei Samsungs neuem Flaggschiff-Smartphone Galaxy Note 7 machen nun auch die Investoren nervös. Am Montag sackte der Aktienkurs des südkoreanischen Konzerns ab.

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Die Kaskade negativer Schlagzeilen wirft die Frage auf, wie nachhaltig die Probleme mit dem Note 7 das Image von Samsung beeinträchtigen könnten.

Quelle: Jannis Mattar

Seoul. Das Debakel um überhitzte Akkus in Samsungs neuem Vorzeigemodell Galaxy Note 7 belastet nun auch den Aktienkurs des Smartphone-Marktführers. Nach dem Ratschlag des Konzerns, die Geräte sicherheitshalber am besten gar nicht mehr zu benutzen, sackte der Kurs am Montag um sieben Prozent ab.

"Wenn ein Kunde ein Smartphone kaufen will, kauft er sich jetzt ein iPhone 7, nicht ein Note 7", sagte Mark Newman, Analyst bei Bernstein Research, der Nachrichtenseite "CNN Money". Dabei habe Samsung das Debüt bewusst vor Apples Ankündigung der neuen iPhone-Modelle angesetzt und starke Bewertungen erhalten.

Die Kaskade negativer Schlagzeilen wirft jedoch die Frage auf, wie nachhaltig die Probleme mit dem Note 7 das Image von Samsung beeinträchtigen könnten. Nach Berechnungen des "Wall Street Journal" hatten die Folgen der Rückrufaktion den Börsenwert des Konzerns bereits vergangenen Freitag um 10 Milliarden Dollar sinken lassen.

Die "New York Post" berichtete am Sonntag zudem, ein sechsjähriger Junge im New Yorker Stadtteil Brooklyn sei mit Verbrennungen ins Krankenhaus gekommen, nachdem ein Note 7 in Flammen aufgegangen sei, während er damit gespielt habe. Das Kind habe Videos auf dem Telefon geschaut, als die Batterie explodiert sei, hieß es.

Wegen potenzieller Überhitzung sollten die Kunden das Gerät am besten gar nicht mehr benutzen, riet Samsung am Wochenende. Das Unternehmen bietet ein umfangreiches Austauschprogramm an. Alle der vermutlich rund 2,5 Millionen betroffenen Geräte sollen ab dem 19. September durch ein neues ersetzt werden.

Die amerikanische Verbraucherschutzbehörde CPSC prüft jedoch auch, ob ein Austausch gegen ein Gerät des gleichen Modells überhaupt ausreiche. Gerüchte, dass Samsung alle Geräte, die nicht bis zum 30. September zurückgeschickt wurden, per Fernzugriff deaktivieren wolle, bestätigte der Konzern jedoch nicht.

Noch ist unklar, ob die betroffenen Akkus aus eigener Herstellung von Samsung stammen oder von einem Zulieferer. Unterdessen warnte auch die US-Luftverkehrsaufsicht FAA dringend vor einer Nutzung in Flugzeugen.

Das Problem mit den Akkus wurde bekannt, als Samsung das Galaxy Note 7 in Deutschland an den Start bringen wollte. Der Konzern stoppte umgehend den weltweiten Verkauf und leitete die Rückrufaktion ein.

dpa

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