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Unwetter verhageln der Allianz das Geschäft

Versicherungen Unwetter verhageln der Allianz das Geschäft

Das Frühjahr und der Frühsommer waren in vielen Weltregionen stürmisch - die Folgen bekommt nun der Versicherungskonzern Allianz zu spüren.

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Flutwelle im baden-württembergischen Braunsbach: Auch der Versicherungskonzern Allianz bekommt die Unwetterfolgen zu spüren.

Quelle: Marijan Murat/Archiv

München. Die schweren Unwetter des Frühsommers und der Rückzug aus Südkorea belasten Europas größten Versicherer Allianz. Im zweiten Quartal hat sich der Gewinn des Münchner Versicherungskonzerns auf 1,1 Milliarden Euro fast halbiert.

"Wir hatten im wahrsten Sinne des Wortes ein verhageltes zweites Quartal", sagte Vorstandschef Oliver Bäte am Freitag. Vor allem die schweren Unwetter in Deutschland und Frankreich kamen den Konzern teuer zu stehen, hinzu kamen ein Hagelsturm in Texas und Waldbrände in Kanada.

Mit gut 500 Millionen Euro fiel die Schadenbelastung rund vier Mal so hoch aus wie ein Jahr zuvor - und fast doppelt so hoch wie im Schnitt der zweiten Quartale in den vergangenen zehn Jahren.

Abgesehen von Naturkatastrophen schlug auch der seit April geplante Verkauf des Südkorea-Geschäfts an den chinesischen Versicherer Anbang ins Kontor, weil dafür hohe Abschreibungen in Höhe von 352 Millionen Euro anfielen.

Doch auch im laufenden Geschäft musste die Allianz Federn lassen. Der operative Gewinn brach im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro ein. Dabei federte ein um 200 Millionen Euro besseres Ergebnis in der ansonsten von den niedrigen Zinsen gebeutelten Lebens- und Krankenversicherung den Einbruch im Schaden- und Unfallgeschäft ab.

Vorstandschef Bäte hält an seiner Prognose fest, in diesem Jahr einen operativen Gewinn zwischen 10 bis 11 Milliarden Euro zu erreichen - offizielles Ziel des Allianz-Vorstands sind nun 10,5 Milliarden plus/minus 500 Millionen Euro.

Dritte Sparte der Allianz ist die Vermögensverwaltung mit der US-Tochter Pimco - ein längerfristiges Sorgenkind, denn die Anleger ziehen seit zwei Jahren Kapital aus der Gesellschaft ab. Finanzchef Dieter Wemmer zeigte sich optimistisch, dass Pimco den Negativtrend in der zweiten Jahreshälfte stoppen kann. Im zweiten Quartal hätten Investoren netto zwar 18 Milliarden Euro aus den Pimco-Fonds abgezogen. Davon entfielen aber 17 Milliarden auf einen einzigen Anleger. Daher sehe er die Stabilisierung in greifbarer Nähe, sagte Wemmer.

Analysten hatten insgesamt bessere Zahlen erwartet. Die Allianz-Aktie verlor deshalb an der Frankfurter Börse im Laufe des Vormittags über vier Prozent und rutschte auf unter 123 Euro.

dpa

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