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VW-Aktie erneut unter Druck - Zwang zu Auto-Rückkäufen in den USA?

Auto VW-Aktie erneut unter Druck - Zwang zu Auto-Rückkäufen in den USA?

Volkswagen im Dauerfeuer: Nach einem ruhigen Jahreswechsel muss der Konzern vor der nahenden Detroiter Automesse wieder schlechte Nachrichten verdauen. Der Milliardenklage folgen Hiobsbotschaften über einen angeblichen Zwangsrückkauf von Dieselwagen in den USA.

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Neuwagen des VW-Konzerns neben dem Werk in Emden. Womöglich muss Volkswagen viele seiner in den USA verkauften Dieselfahrzeuge zurücknehmen oder austauschen.

Quelle: Ingo Wagner

Wolfsburg/Washington. Für den VW-Konzern häufen sich kurz vor der wichtigen US-Automesse in Detroit die schlechten Nachrichten.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete am Donnerstag, dass die Behörden in den USA Volkswagen im Skandal um manipulierte Abgaswerte offenbar nicht nur mit Nachbesserungen in den Werkstätten davonkommen lassen wollen, sondern auch den Rückkauf Zehntausender Wagen forderten.

Anfang der Woche hatte schon die Klage der Vereinigten Staaten gegen den VW-Konzern für Schlagzeilen gesorgt. Das US-Justizministerium wirft den Wolfsburgern vor, auch in der Aufklärung der von VW bereits eingeräumten Vorwürfe zu tricksen und zu täuschen. Mit der Klage drohen dem Unternehmen bis zu 45 Milliarden Dollar (41,5 Mrd. Euro) Strafe. Experten halten diese Maximalsumme jedoch für unrealistisch.

Nach dem Bericht in der "SZ" über den möglichen Zwangsrückkauf von Dieselfahrzeugen in den USA verlor die Volkswagen AG an der Börse abermals kräftig an Wert. Die stimmrechtslosen Vorzugspapiere büßten am Donnerstagvormittag in Frankfurt teilweise fast sechs Prozent ein und fielen zeitweise auf unter 112 Euro. Der deutsche Leitindex Dax stand mit fast vier Prozent Kursverlust ebenfalls unter Druck.

Die Zeitung hatte berichtet, dass etwa jedes fünfte der betroffenen Diesel-Autos mit illegaler Motorsoftware vom Konzern wohl oder übel zurückgenommen werden müsse. Die Besitzer sollten den Kaufpreis erstattet oder sehr günstig Neuwagen bekommen, schrieb das Blatt.

Ein VW-Sprecher aus der Wolfsburger Zentrale wollte das nicht näher kommentieren. Er sagte nur: "Es bleibt dabei, dass wir in engem Kontakt mit den US-Behörden stehen." Eine Sprecherin von Volkswagen in den USA sagte: "Aktuell arbeiten wir weiterhin mit den Behörden zusammen, um so schnell wie möglich genehmigte Lösungen für die Wagen zu finden. Es sind uns keine Aussagen dazu möglich, welche Folgen die vielen verschiedenen denkbaren Lösungen nach sich ziehen könnten."

Laut "SZ" dürfte auch bei den übrigen der in den USA insgesamt etwa 580 000 betroffenen Wagen ein rascher und kostengünstiger Rückruf kaum möglich sein - anders als in Deutschland. Dort reichen in vielen Fällen in der Werkstatt Software-Updates über den Computer aus, und bei den mittelgroßen Motoren mit 1,6 Litern Hubraum genügt der Einbau eines kleinen, billigen Gitternetzes. In den USA rechne VW dagegen mit größeren Umrüstungen, hohen Kosten und langen Werkstattzeiten.

In der Nacht zum nächsten Montag wird VW-Konzernchef Matthias Müller in Detroit zur Automesse erwartet. Er soll vor Journalisten sprechen.

dpa

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