Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -5 ° Schneeregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
VW-Führung forciert bei Spitzentreffen Konzern-Neuordnung

Auto VW-Führung forciert bei Spitzentreffen Konzern-Neuordnung

VW-Chef Martin Winterkorn treibt die Neuordnung der Konzernstruktur voran. Im Ringen um eine neue Führungskultur für Europas größten Autobauer kamen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die wichtigsten Akteure zu einem Spitzentreffen zusammen.

Voriger Artikel
Deutsche Bank unter Druck: Libor, Kirch, Sonderprüfung
Nächster Artikel
Dax-Talfahrt nach schärferem Ton in der Athen-Krise

Der Volkswagen-Konzern will sich eine neue Führungskultur geben.

Quelle: Julian Stratenschulte

Braunschweig. n. Abgeschirmt am Braunschweiger Flughafen waren bei der Zusammenkunft neben dem Konzernchef auch führende Aufsichtsratsmitglieder vertreten. Die Nachfolgeregelung nach dem Rücktritt des VW-Patriarchen Ferdinand Piëch Ende April stand bei dem Treffen aber nicht auf der Tagesordnung.

Aus dem Umfeld mehrerer Teilnehmer verlautete, dass in der laufenden Strukturdebatte an mehreren Stellen die Frage zu beantworten sei, ob und wie das Unternehmen mehr Verantwortung aufteilt. Ein Problem sind die langen Zyklen bis zum Produktionsstart von Autos, da die zentralistischen VW-Entscheidungswege einen Flaschenhals bilden.

Im Gespräch sei, einzelnen Produktionsstandorten mehr Befugnisse etwa für Modellentscheidungen zu übertragen. Für die USA ist eine solche Teilentscheidung schon gefallen: Der nach China wichtigste Automarkt bekam vor rund einem Jahr eine eigene Entwicklung zugesprochen, um den Besonderheiten des Marktes zu begegnen, auf dem VW zurückfällt.

Unklar sind derweil mögliche personellen Folgen der neue Struktur und Kultur in der Führung. So ist etwa seit August 2014 ungeklärt, ob der abgetretene Produktionschef Michael Macht einen Nachfolger bekommt.

"Erst die Struktur, dann die Personen", sagte eine mit den Vorgängen vertraute Quelle. Ähnlich hatte sich zuletzt Präsidiumsmitglied und Konzernbetriebsratsboss Bernd Osterloh geäußert. "Wir brauchen keinen riesigen Vorstand mit aufgeblähten Stäben", sagte er dem "Manager Magazin" Ende Mai.

Der VW-Konzern ist hinter Toyota der größte Autobauer der Welt, bis spätestens 2018 will er Weltmarktführer sein. Einen Vorgeschmack auf die Veränderungen nach dem Piëch-Abgang gab es erst kürzlich mit der eigenständigen Nutzfahrzeug-Holding für MAN und Scania. Dort erhält die Arbeitnehmerseite nach Konzernvorbild viel Mitspracherecht.

Eine ähnliche Dezentralisierung ist auch für die Pkw-Marken denkbar. Zudem ging es nach dpa-Informationen in Braunschweig um Winterkorns Ideen für das fragile Gebilde aus der nötigen Freiheit für einzelne Regionen und Marken und die gleichzeitige Stärkung der bewährten zentralen Vorgehensweise. Die ist aus Kostengründen wichtig etwa bei den Bauteilen, die es nach Legostein-Prinzip markenübergreifend gibt.

Winterkorn will die Reform bis Oktober präsentieren. Die Zeit drängt: Ende September steht die nächste reguläre Aufsichtsratssitzung für mögliche Weichenstellungen an - zuvor die Messe IAA.

Die Reformen fallen mit den jungen Verkaufsproblemen der Wolfsburger zusammen. Deutliche Dämpfer in China und teils dramatische Einbrüche auf anderen Märkten beendeten den jahrelangen Absatz-Höhenflug. Denn auch für den Mai muss Europas Branchenprimus ein Minus bei seinen Auslieferungen notieren, wie der Konzern am Freitagabend mitteilte.

Die Verkäufe gaben im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresmonat um 2,6 Prozent nach. Bereits im April hatte sich ein Minus von 1,3 Prozent ergeben. Mit dem zweiten Monatsrückgang in Folge reißt eine rund fünfeinhalb Jahre lange Erfolgsgeschichte ab. Vor dem aktuellen Minus diesen Frühling hatte es zuletzt Ende 2009 Verluste gegeben.

Im bisherigen Gesamtjahr bis Ende Mai weist die Auslieferungsbilanz des Zwölf-Marken-Reiches nun eine Stagnation aus (plus 0,3 Prozent). Ein völlig ungewohntes Bild ist das Minus in China, wo Volkswagen gut ein Drittel aller Wagen absetzt. Stand per April dort ein Mini-Plus von 0,2 Prozent, rauschte die Zahl per Mai ins Minus auf 1,1 Prozent.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.650,50 +0,28%
TecDAX 1.718,00 +0,24%
EUR/USD 1,0603 -0,43%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

BASF 80,95 +3,25%
THYSSENKRUPP 21,48 +2,23%
HEID. CEMENT 84,95 +1,21%
LUFTHANSA 12,23 -1,46%
INFINEON 15,88 -0,81%
BMW ST 80,33 -0,80%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 164,44%
AXA IM Fixed Incom RF 160,89%
Stabilitas PACIFIC AF 157,15%
Structured Solutio AF 153,52%
Crocodile Capital MF 124,32%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr