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VW mit weniger Gewinn trotz mehr Verkäufen

Auto VW mit weniger Gewinn trotz mehr Verkäufen

Abgas-Affäre und kein Ende: Der Skandal um millionenfach manipulierte Diesel hat den VW-Konzern weiterhin fest im Griff. Zwar rechnen die Wolfsburger für 2016 mit mehr Verkäufen. Doch auf der Gewinnseite hält sich die Krise hartnäckig - und das dürfte länger so bleiben.

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Die Hausmarke um Golf und Passat war im zweiten Quartal besonders erfolgreich.

Quelle: Uli Deck

Wolfsburg. Der Abgas-Skandal lässt den Gewinn bei Volkswagen weiter schrumpfen. Das Konzernergebnis sackte um mehr als ein Drittel ab, die drohenden Strafzahlungen in den USA zwingen den Konzern dazu, einen weiteren Milliardenbetrag zurückzulegen.

Die renditeschwache VW-Kernmarke erholt sich nach dem Schock der Diesel-Manipulationen nur allmählich wieder. Für die Autoverkäufe im laufenden Jahr steckt sich der Konzern immerhin sogar wieder etwas höhere Ziele als zuvor.

Die Wolfsburger erwarten für das laufende Jahr nun leicht steigende Auslieferungszahlen, wie VW am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte sich der Konzern lediglich einen Wert auf Vorjahresniveau als Zielmarke gesetzt. Im ersten Halbjahr hatte VW mit 5,1 Millionen verkauften Fahrzeugen weltweit ein Auslieferungsplus von 1,5 Prozent erzielt.

Unter dem Strich fiel das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis aus den ersten sechs Monaten um 38 Prozent auf 3,46 Milliarden Euro. Als neuen Puffer für juristische Risiken aus dem Skandal um Diesel-Manipulationen musste Volkswagen aus seinem Gewinn weitere 1,6 Milliarden Euro herausrechnen. Insgesamt hat der Konzern damit 17,8 Milliarden Euro für die Folgekosten des Skandals zurückgelegt, wie Finanzchef Frank Witter sagte.

Auch für Folgekosten aus den Problemen mit Airbags des Zulieferers Takata und für drohende Kartellstrafen wegen Preisabsprachen in der Nutzfahrzeugbranche musste das Unternehmen zusammen mehr als eine halbe Milliarde Euro Rücklagen bilden.

An der Börse kamen die Zahlen nicht gut an: Die Vorzugsaktie der Wolfsburger gehörte am Nachmittag mit einem Minus von fast drei Prozent zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex Dax.

Die wichtige Kernmarke VW-Pkw findet im Schatten der Abgas-Affäre langsam zurück in die Spur. Die Hausmarke um Golf und Passat erreichte im zweiten Quartal des laufenden Jahres 808 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit). Zwar liegt dieser Wert klar unter den 914 Millionen Euro aus dem zweiten Viertel des Vorjahres. Jedoch war das Startquartal für die Kernmarke unter dem Druck der Abgas-Affäre mit nur 73 Millionen Euro Ebit noch weit enttäuschender verlaufen.

Im Schlussquartal 2015 hatte VW-Pkw sogar Verluste gemacht. Auf Halbjahressicht spielte VW-Pkw dank des soliden zweiten Quartals 881 Millionen Euro ein. Im Vergleich mit der ersten Hälfte des Vorjahres sind das aber 38 Prozent Einbruch. Die Kernmarke fährt ein Sparprogramm, die Kosten sind auf dem Prüfstand.

Verlass ist indes weiter auf den wichtigsten Markt China: Anteilig aus den Gemeinschaftsunternehmen dort verbuchte der Konzern per Juni 2,37 Milliarden Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit). Allerdings: Mitte 2015 waren in China noch rund 2,74 Milliarden Euro zusammengekommen.

Bei Europas Branchenprimus drückte neben der Kernmarke auch die Tochter Audi auf die Profitabilität. Der Ingolstädter Autobauer erzielte im zweiten Quartal zwar eine vergleichsweise hohe operative Gewinnmarge (Ebit) von 8,7 Prozent nach 9,8 Prozent vor einem Jahr. Bei der von der Diesel-Krise besonders getroffenen Marke VW blieben vom Umsatz nur 2,9 Prozent als operativer Gewinn hängen - also 2,90 Euro pro 100 Euro Umsatz. Vor einem Jahr waren es 3,30 Euro gewesen. Porsche als Ertragsperle des Konzerns legte im Jahresvergleich von 16,2 auf 16,8 Prozent zu.

Bei den Zielen für die operative Marge ist VW insgesamt aber vorsichtiger geworden: Der Konzern rechnet inzwischen nur noch mit einem Wert zwischen fünf und sechs Prozent am Jahresende, wenn man Sondereffekte wie zum Beispiel Kosten aus der Dieselkrise herausrechnet. Zuvor hatte der Konzern diese Belastungen noch eingepreist.

dpa

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