Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Verbraucherpreise auf niedrigem Niveau leicht gestiegen
Nachrichten Wirtschaft Verbraucherpreise auf niedrigem Niveau leicht gestiegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:16 12.11.2015
Verbraucher zahlen für Sprit weniger als noch vor einem Jahr. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
Anzeige
Wiesbaden

Steigende Preise für Nahrungsmittel haben die Inflation in Deutschland auf niedrigem Niveau wieder etwas nach oben getrieben.

Im Oktober lagen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent über Vorjahresniveau, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit bestätigte die Wiesbadener Behörde vorläufige Zahlen. Im September war die Jahresteuerung auf 0,0 Prozent gefallen. Von September auf Oktober 2015 veränderten sich die Verbraucherpreise nicht.

Deutlich weniger als vor einem Jahr mussten Verbraucher für Sprit (minus 13,1 Prozent) sowie leichtes Heizöl (minus 24,5 Prozent) zahlen - trotz des Beginns der Heizperiode. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate im Oktober 2015 deutlich höher bei 1,4 Prozent gelegen, wie die Statistiker mitteilten.

Auch gegenüber September wurde Energie billiger - vor allem Sprit und Heizöl. Hauptgrund ist der seit Monaten drastische Verfall der Rohölpreise.

Teuerer wurden im Oktober Nahrungsmittel, die im Vergleich zum Vorjahr 1,6 Prozent mehr kosteten. Der Preisanstieg verstärkte sich nach Angaben der Wiesbadener Behörde damit den dritten Monat in Folge. Vor allem für Gemüse und Obst mussten Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Molkereiprodukte und Eier wurden dagegen billiger.

Insgesamt bleibt die Inflation trotz des Anstiegs weit von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) entfernt, die mittelfristig Raten von knapp unter 2,0 Prozent anstrebt. Die EZB stemmt sich seit März mit milliardenschweren Wertpapierkäufen gegen die aus ihrer Sicht zu schwache Teuerung. Um den Preisauftrieb zu stärken, hat EZB-Chef Mario Draghi jüngst eine weitere Lockerung der Geldpolitik im Dezember in Aussicht gestellt

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Online-Händler beschleunigt sein Wachstum und muss dafür investieren. Das führt zu roten Zahlen im dritten Quartal. Für das Gesamtjahr sind die Aussichten jedoch gut.

12.11.2015

Die kostspielige Sanierung des Smartphone-Geschäfts hat dem weltgrößten PC-Hersteller Lenovo einen hohen Quartalsverlust eingehandelt. Der chinesische Konzern meldete ein Minus von 714 Millionen Dollar.

12.11.2015

Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE bleibt auf Talfahrt. In den ersten neun Monaten 2015 sackte der betriebliche Gewinn um knapp neun Prozent auf 2,6 Milliarden Euro ab, wie RWE in Essen mitteilte.

12.11.2015
Anzeige