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Wirtschaft Viele Orangensäfte fallen bei „Öko-Test“ durch
Nachrichten Wirtschaft Viele Orangensäfte fallen bei „Öko-Test“ durch
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12:04 29.03.2018
Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat Orangensäfte getestet. Quelle: dpa
Frankfurt/Main

Die inneren Werte stimmen, aber der Rest ist zu beanstanden: In einer Untersuchung der Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 04/2018) schneiden viele Orangensäfte schlecht ab. Das liegt aber nicht an den Inhaltsstoffen oder dem Geschmack. Für schlechte Noten sorgten Umweltaspekte sowie nicht nachvollziehbare Produktionsbedingungen. 6 der 20 Produkte schnitten deshalb mit „mangelhaft“ ab, 1 sogar mit „ungenügend“.

An den Inhaltsstoffen der Produkte, sowohl aus dem konventionellen als auch dem Bio-Segment, hatten die Tester fast nichts zu beanstanden. 18 Produkte erhielten in diesem Punkt die Note „sehr gut“, 2 waren „gut“. Auch der Geschmack überzeugte.

Tester kritisieren Verpackung

„Öko-Test“ kritisierte dagegen, dass nur 10 der 20 Säfte ein Label trugen, das für einen verantwortungsvollen Anbau der Orangen spricht. Schlechte Noten gab es zudem für Einweg-Verpackungen. Dabei sahen die Tester PET-Flaschen ebenso kritisch wie Einweg-Glas. Getränkekartons hingegen wurden positiv bewertet.

Dreimal vergab die Zeitschrift das Gesamturteil „gut“. Unter den Testsiegern ist nur ein konventionelles Produkt: „100 % Orange, Fairtrade“ von Pfanner. Genauso gut schnitten der „100 % Direktsaft“ von Alnatura sowie „Orangen Saft Demeter 100 % Direktsaft“ von Voelkel ab. Neben Markenprodukten nahmen die Tester unter anderem auch günstigere Produkte von Aldi, Edeka, Lidl und Rewe unter die Lupe.

Im vergangenen Jahr trank jeder Deutsche laut Angaben des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie durchschnittlich 7,5 Liter Orangensaft – genauso viel wie Apfelsaft.

Von RND/dpa