Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Vogelgrippe: Freilandeier werden knapp
Nachrichten Wirtschaft Vogelgrippe: Freilandeier werden knapp
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:44 13.02.2017
Für die Verbraucher hat die Vogelgrippe Folgen beim Eierkauf: Wenn Hühner länger als zwölf Wochen im Stall bleiben müssen, dürfen ihre Eier nicht mehr als Freilandeier verkauft werden. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Zur Bekämpfung der Vogelgrippe in Deutschland sind inzwischen mehr als eine halbe Million Hühner, Puten und Enten getötet worden. Von November bis zum Montag betraf dies 622.398 Tiere in Beständen mit nachgewiesener Geflügelpest, wie Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) mitteilte. Nach Angaben der Bundesländer wurden weitere 154.000 Tiere vorsorglich ohne positiven Befund auf den Erreger H5N8 getötet.

Experte: Vogelgrippe gefährlicher denn je

„So massiv und so langwierig wie dieses Jahr war es noch nie“, sagte Schmidt. Er sei aber strikt dagegen, bei den Gegenmaßnahmen nachlässig zu werden: „Die Gefahr ist mir zu hoch, Ermüdungsbrüche in der Behandlung hinzunehmen.“

Wie groß der Schaden für die betroffenen Betriebe ist, sei der Bundesregierung nicht bekannt, antwortete das Agrarministerium auf eine Anfrage der Grünen. Es verwies auf eine Schätzung der Landesregierung Niedersachsen, nach der sich für einen Betrieb von 14.000 Puten ungefähr 63.000 Euro für das Töten der Tiere und 10.750 Euro für Reinigung und Desinfektion ergeben.

Grünen-Agrarexperte Friedrich Ostendorff sagte, die Vogelgrippe sei gefährlicher denn je. Er rief die Regierung auf, mehr für die Aufklärung der Verbreitung zu tun.

Bio-Eier ohne Kennzeichnung

Für die Verbraucher hat die Vogelgrippe Folgen beim Eierkauf: Wenn Hühner länger als zwölf Wochen im Stall bleiben müssen, dürfen ihre Eier nicht mehr als Freilandeier verkauft werden. Daher sollen Bauern die Möglichkeit bekommen, ihre Eier mit einem Aufkleber zu kennzeichnen: „Vorübergehend zum Schutz unserer Legehennen Eier aus Bodenhaltung (mit Wintergartenauslauf)“.

Freilandeier sind meist etwas teurer als Eier aus Bodenhaltung. Bio-Eier dürfen vorerst ihre Kennzeichnung behalten, obwohl zur Bio-Haltung auch Auslauf im Freien gehört. Die Bio-Legehennen müssen mindestens während eines Drittels ihrer Lebenszeit Zugang zu freiem Gelände haben, daher fallen die zwölf Wochen Stallpflicht bisher nicht ins Gewicht.

Von RND/dpa

Der Abgas-Untersuchungsausschuss des Bundestags beharrt auf einer Befragung des früheren VW-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch.

13.02.2017

VW-Konzernchef Matthias Müller hat am Montag die Mitarbeiter in einem Brief dazu aufgerufen, sich durch die aktuellen Konflikte im Unternehmen nicht verunsichern zu lassen. Ein erstes Gespräch zwischen Betriebsrat und Markenvorstand im Streit um den Zukunftspakt blieb offenbar ohne Ergebnis.

13.02.2017

Die Wirtschaft im Euroraum wird nach Einschätzung der EU-Kommission im laufenden Jahr stärker wachsen als zunächst angenommen.

13.02.2017
Anzeige