Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -7 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Vorstandsetagen sind mehrheitlich "männliche Monokulturen"

Unternehmen Vorstandsetagen sind mehrheitlich "männliche Monokulturen"

In den Topetagen deutscher Unternehmen sitzen inzwischen mehr Frauen. Allerdings steigt der Zahl der Managerinnen in den Vorständen nur langsam - anders als in den Aufsichtsräten.

Voriger Artikel
Brexit gefährdet EU-Patent
Nächster Artikel
Bauern erwarten durchschnittliche Ernte 2016

Im IT-Sektor liegt der Frauenanteil in den Vorstandsetagen bei einem Prozent; im Energiesektor ist kein einziges Vorstandsmitglied weiblich.

Quelle: Oliver Berg/Archiv

Frankfurt/Main. Die Vorstandsetagen börsennotierter Unternehmen in Deutschland sind einer Studie zufolge nach wie vor eine Männerdomäne.

Ende des ersten Halbjahres saßen 43 Frauen in den Topgremien der 160 Firmen aus Dax, MDax, SDax und TecDax. Das waren vier Managerinnen mehr als zu Jahresanfang und acht mehr als Mitte 2015, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens EY (Ernst & Young) hervorgeht. Drei von vier Vorstandsgremien der Konzerne sind allerdings nach wie vor ausschließlich mit Männern besetzt.

"Deutsche Vorstandsetagen sind noch immer mehrheitlich männliche Monokulturen", sagte Ana-Cristina Grohnert, Mitglied der EY-Geschäftsführung. Wenn die Zahl der Topmanagerinnen in dem Tempo steige, werde es bis zum Jahr 2038 dauern, bis ein Drittel der Vorstandsposten mit Frauen besetzt sei.

Aktuell liegt der Frauenanteil bei 6,4 Prozent - vor einem halben Jahr waren es 5,9 Prozent. Den höchsten Anteil weiblicher Führungskräfte weisen EY zufolge die Dax-Konzerne auf (10,3 Prozent) auf. Die Zahl der weiblichen Vorstandsmitglieder stieg seit Jahresanfang von 18 auf 20. In 16 der 30 Börsenschwergewichte sitzt inzwischen mindestens eine Frau in der Topetage. In SDAX-Firmen gibt es 12 Topmanagerinnen, im MDAX sind es acht und im TecDAX drei.

Deutlich höher ist der Frauenanteil in Aufsichtsräten. Bei den 30 Dax-Konzernen überschritt er nach früheren Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) insgesamt erstmals die 30-Prozent-Marke.

Seit Anfang 2016 müssen 101 börsennotierte, voll mitbestimmungspflichtige Unternehmen bei Neubesetzungen des Kontrollgremiums sicherstellen, dass mindestens 30 Prozent der Posten von Frauen besetzt werden. Wird dieser Anteil nicht erreicht, bleiben die Stühle unbesetzt. Die Quote gilt nicht für Vorstände.

Die Frauenquote habe jedoch einen Mechanismus ausgelöst, dem sich langfristig kein Unternehmen entziehen könne, sagte Grohnert. Die Befürchtung, dass es nicht genügend qualifizierte Frauen für die Topetagen gebe, teilt sie nicht: "Was für Aufsichtsräte gilt, das gilt auch für Vorstände: Es gibt genügend Frauen, die das können."

Am höchsten ist der Frauenanteil der Studie zufolge in den Vorstandsetagen von Banken und Versicherungen (14 Prozent). Im IT-Sektor sind es hingegen ein Prozent; im Energiesektor sei nach wie vor kein einziges Vorstandsmitglied weiblich.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.700,50 +1,78%
TecDAX 1.701,50 +0,89%
EUR/USD 1,0722 +1,77%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 15,27 +3,70%
THYSSENKRUPP 21,98 +3,40%
BMW ST 82,40 +3,39%
LINDE 156,10 -0,08%
Henkel VZ 106,82 +0,23%
BEIERSDORF 75,73 +0,31%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 154,79%
Polar Capital Fund AF 102,15%
Stabilitas GOLD+RE AF 93,39%
Morgan Stanley Inv AF 91,64%
First State Invest AF 89,33%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr