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Wirtschaft Wechsel an der Bayer-Spitze: Baumann löst Dekkers ab
Nachrichten Wirtschaft Wechsel an der Bayer-Spitze: Baumann löst Dekkers ab
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12:09 24.02.2016
Wechsel an der Bayer-Spitze: Strategiechef Baumann löst Dekkers ab. Quelle: Oliver Berg dpa/Archiv
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Leverkusen

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat die Nachfolge an der Konzernspitze überraschend schnell geregelt.

Der ehemalige Finanz- und derzeitige Strategie-Chef Werner Baumann wird zum 1. Mai die Nachfolge von Marijn Dekkers übernehmen, wie der Konzern am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte. Der Vertrag von Dekkers werde vorzeitig aufgelöst.

Für Bayer beginne nach der zügigen Neuausrichtung mit der Konzentration auf das Geschäft rund um die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze eine neue Ära, sagte Aufsichtsratschef Werner Wenning. Deswegen sei nun der "richtige Zeitpunkt", die Verantwortung weiterzugeben. Bayer habe sich unter der Leitung von Dekkers "hervorragend" entwickelt.

Auch aus Dekkers' Sicht ist Bayer mit seiner klaren Fokussierung und seiner neuen Aufstellung in einer Position der Stärke. Auf allen Ebenen seien die Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung gestellt, betonte er. Es sei auch keine Einarbeitungszeit erforderlich.

Baumann (53) galt schon längere Zeit als heißer Kandidat. Der konzerninterne Übergang wurde 2014 eingeleitet, nachdem Dekkers (58) seinen Vertrag aus privaten Gründen nur um zwei Jahre verlängert hatte.

Der promovierte Chemiker aus den Niederlanden ist seit Oktober 2010 Bayer-Konzernchef. Er hat das Unternehmen neu aufgestellt und als Gesundheits- und Agrarspezialisten zwischenzeitlich zum wertvollsten Dax-Konzern gemacht. Vor allem die lukrative Gesundheitssparte spülte zuletzt hohe Gewinne in die Konzernkasse. An diesem Donnerstag legt der Konzern in Leverkusen seine Bilanz für 2015 vor.

Die konjunkturanfällige Kunststoffsparte Covestro brachte Dekkers im Oktober als krönenden Abschluss seiner Arbeit an die Börse. Bereits vor mehr als zehn Jahren hatte sich Bayer von großen Teilen seines traditionsreichen Chemiegeschäfts getrennt und dieses als Lanxess an die Börse gebracht.

dpa

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