Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Weidmann warnt vor Ende des Aufschwungs
Nachrichten Wirtschaft Weidmann warnt vor Ende des Aufschwungs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:55 16.09.2015
Auch der gegenwärtige Aufschwung wird einmal enden», sagte Deutsche Bundesbank-Präsident Weidmann der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwoch). Quelle: Boris Roessler
Anzeige
Frankfurt/Main

n. Auch der gegenwärtige Aufschwung wird einmal enden", sagte Weidmann der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch).

"Langfristig steht Deutschland ohnehin vor beträchtlichen Herausforderungen, wenn man etwa an die alternde Gesellschaft, den zunehmenden Wettbewerb durch die Schwellenländer oder die Energiewende denkt."

Deutschland brauche Reformen und Zuwanderung. Aufgrund der Alterung der Gesellschaft benötige Deutschland zusätzliche Arbeitskräfte, um seinen Wohlstand halten zu können, sagte Weidmann. Den Zustrom an Flüchtlingen zu bewältigen, werde dem Land einiges abfordern.

"Die Zuwanderung birgt aber auch Chancen. Diese sind umso größer, je besser es uns gelingt, die Menschen, die dauerhaft zu uns kommen, in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt zu integrieren", sagte der Bundesbank-Präsident.

Eine Notwendigkeit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldschleusen noch weiter öffnet, um die Konjunktur zu stützen, sieht Weidmann nicht: "Das ganze billige Geld kann kein nachhaltiges Wachstum entfachen und birgt mit der Zeit immer größere Risiken, etwa für die Finanzstabilität."

Seit März kauft die EZB Staatsanleihen und andere Wertpapiere in einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro pro Monat. Das Programm soll bis September 2016 laufen. EZB-Präsident Mario Draghi hatte vor zwei Wochen angekündigt, diese Maßnahme könne notfalls ausgeweitet werden. Weidmann vertritt Deutschland im EZB-Rat und hat sich wiederholt gegen Staatsanleihenkäufe positioniert.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Schrumpfkur bei Hewlett-Packard findet kein Ende. Der seit drei Jahren laufende Abbau von 55 000 Jobs ist noch nicht einmal abgeschlossen, schon sollen bis zu 30 000 weitere Stellen wegfallen.

16.09.2015

Die Aktienmärkte in China haben sich am Mittwoch kräftig erholt. Der Composite Index in Shanghai beendete den Handel 4,89 Prozent im Plus bei 3152,26 Punkten.

16.09.2015

Vor dem angestrebten Umbau des Bahn-Konzerns tritt heute turnusgemäß der Aufsichtsrat des Bundesunternehmens in Berlin zusammen. Dabei soll es zunächst um einen Zeitplan für die Reform gehen, die das Kontrollgremium bei einer Sondersitzung im Juli angestoßen hatte.

16.09.2015
Anzeige