Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Weniger Euro-Blüten im Umlauf
Nachrichten Wirtschaft Weniger Euro-Blüten im Umlauf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:09 04.08.2016
Am beliebtesten waren bei Kriminellen Zwanziger und Fünfziger, auf sie entfielen rund 80 Prozent aller Blüten. Quelle: Stefan Puchner
Anzeige
Frankfurt/Main

Harte Zeiten für Geldfälscher: Rund 331 000 Euro-Blüten sind nach Angaben der Europäischen Zentralbank im ersten Halbjahr 2016 weltweit aus dem Verkehr gezogen worden - das waren 25 Prozent weniger als in der zweiten Jahreshälfte 2015.

In Deutschland entdeckten Banken, Handel und Polizei nach Angaben der Bundesbank von Januar bis Juni 45 625 falsche Scheine - 1,7 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2015, aber deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum mit rund 50 500 Blüten.

"Erfreulich ist, dass seit Einführung der neuen 20-Euro-Banknote der Europaserie im November 2015 die Anzahl der Fälschungen für dies Stückelung deutlich zurückgegangen ist", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Freitag in Frankfurt.

Der Schaden in Deutschland stieg von 2,2 Millionen im vorangegangenen Halbjahr auf 2,3 Millionen Euro, weil Kriminelle vor allem auf den falschen Fünfziger setzten. Sein Anteil an den Blüten stieg auf 58 Prozent. Die überarbeitete Version soll Anfang April 2017 in Umlauf gebracht werden. Die Notenbank erwartet, dass der neue Fünfziger Fälschern das Handwerk deutlich erschwert. Wer eine Blüte in die Finger bekommt, darf diese nicht weiter verwenden - anderenfalls macht er oder sie sich strafbar. Allerdings gibt es für Falschgeld keinen Ersatz.

Weltweit richteten Kriminelle im ersten Halbjahr mit gefälschten Euro-Noten einen Schaden von 17,2 Millionen Euro an. Im zweiten Halbjahr waren es noch 19,0 Millionen Euro.

Die Zahl der nachgemachten 20-Euro-Scheine sank in Deutschland von Januar bis Juni auf 12 240 Stück und damit auf den niedrigsten Stand seit 2012. Der Anteil der Zwanziger an den Fälschungen verringerte sich deutlich um 10 Prozentpunkte auf 27 Prozent. Auch in Europa ist der Fünfziger bei Kriminellen besonders beliebt: Knapp 48 Prozent der Fälschungen entfallen auf den orangenen Schein, der Zwanziger kam im ersten Halbjahr 2016 auf knapp 32 Prozent.

Insgesamt ist es sehr unwahrscheinlich, dass einem Falschgeld untergejubelt wird. Rein rechnerisch entfielen im ersten Halbjahr in Europa 19 falsche Banknoten auf 10 000 Einwohner, in Deutschland waren es sogar nur elf Banknoten je 10 000 Einwohner und Jahr.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach dem intensiven Streikjahr 2015 haben sich die Wogen bei den Tarifverhandlungen in Deutschland wieder geglättet.

Die Gewerkschaften hätten sich bei den Arbeitskämpfen im ersten Halbjahr deutlich zurückhaltender gezeigt, berichtet das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) in einer Studie.

04.08.2016

Boeing macht reinen Tisch mit einer Milliarden-Wertberichtigung. Auslöser ist unter anderem die schwache Nachfrage nach dem aufgefrischten "Jumbo-Jet"-Klassiker 747-8.

04.08.2016

Während der Umsatz von Zigaretten zuletzt zurückgegangen ist, floriert in Deutschland das Geschäft mit Tabak für Wasserpfeifen.

Der Absatz von Pfeifentabak legte im zweiten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 50 Prozent auf mehr als 630 Tonnen zu.

04.08.2016
Anzeige