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Weniger Problemflieger bringen Airbus mehr Gewinn

Flugzeugbau Weniger Problemflieger bringen Airbus mehr Gewinn

Eine starke Flugzeugsparte sichert der Airbus Group Rekordaufträge und mehr Gewinn. Den Kunden hilft auch der niedrige Ölpreis. Dennoch rechnet der Konzern nicht mit einem Plus im laufenden Jahr.

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2016 will Airbus insgesamt 650 Flugzeuge ausliefern, im vergangenen Jahr war mit 635 Stück bereits ein Rekord erzielt worden.

Quelle: Airbus

London/Toulouse. Die Airbus Group hat weniger Ärger mit den Fliegern A400M und A380 - das hat die Bilanz des Konzerns nach vorn gebracht. Mit einem Anstieg bei den Flugzeugverkäufen sicherte sich der Flugzeug- und Rüstungsriese 2015 ein deutliches Gewinnplus.

Das Ergebnis stieg im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf 2,696 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Tom Enders in London berichtete. Die kräftige Zunahme verdankte die Airbus Group einer niedrigeren Steuerlast, dem Verkauf von Anteilen am französischen Luftfahrtkonzern Dassault sowie der Tatsache, dass die Probleme mit der verspäteten A400M mit 290 Millionen Euro nicht so stark zu Buche schlugen wie im Vorjahr.

Das Unternehmen erhöhte den Umsatz um 6 Prozent auf 64,5 Milliarden Euro, 11,5 Milliarden Euro davon entfielen auf den Rüstungsbereich. Kerngeschäft bleiben die Verkehrsflugzeuge mit einem Umsatz von 45,9 Milliarden Euro (plus 8 Prozent). In der Sparte "Defence and Space" blieben die Erlöse mit 13,1 Milliarden Euro annähernd gleich. Die Hubschrauber-Sparte verbuchte einen Zuwachs von 4 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro.

Enders hält selbstgesteckte Ziele für erfüllt: "Wir bestätigen unseren Ausblick für 2016 und darüber hinaus." Im laufenden Jahr ist keine Steigerung in Sicht: Trotz zunehmender Auslieferungen dürfte der Gewinn stagnieren, kündigte Enders an. Die Kunden des Flugzeugbauers befänden sich unter anderem wegen des niedrigen Ölpreises in einer guten Lage, auch deswegen sei er "zuversichtlich für die Zukunft". Das Ölpreis-Tief macht auch Kerosin billiger.

Nach schwierigen Jahren für den Großraumflieger A380 und umfassenden Investitionen sieht die Airbus Group bei dem Programm im operativen Geschäft erstmals die Gewinnschwelle erreicht. "Manchmal braucht man etwas Geduld", sagte Enders. Das Flaggschiff werde nun profitabel ausgeliefert - "und sicher nicht nur 2015". Finanzvorstand Harald Wilhelm bezeichnete die Gewinnschwelle der A380 als "sehr wichtig".

Die zwischenzeitlich gedrosselte Produktion seines mehr als 20 Jahre alten Langstreckentyps A330 will Airbus 2017 von sechs auf sieben Maschinen pro Monat hochfahren. Ende kommenden Jahres ist die Auslieferung der sparsameren A330neo geplant. Die A330 galt im Konzern als sicherer Gewinnbringer, die Neuauflage soll dem Flieger eine zweite Jugend verschaffen.

2016 will Airbus insgesamt 650 Verkehrsjets ausliefern, im vorigen Jahr war mit 635 Stück bereits ein Rekord erzielt worden. Auch das Orderbuch soll anwachsen. Aktuell stehen dort konzernweit Aufträge im Wert von gut einer Billion Euro. "Das unterstützt unsere Pläne, die Kapazitäten in der Zivilflugzeugproduktion zu erhöhen", sagte Enders.

Nach Jahren der Verzögerung will Airbus die Fertigung des Militärtransporters A400M wieder hochfahren. "Industrielle Effizienz und militärische Fähigkeiten bleiben während dieser Phase eine Herausforderung", heißt es bei der Gruppe. "Der Konzern setzt den Schwerpunkt auf Auslieferung, dennoch bestehen weiterhin Risiken."

2015 hat Airbus 11 Maschinen vom Typ A400M an die seit Jahren wartenden Kunden - darunter die Bundeswehr - ausgeliefert. "Damit können wir nicht zufrieden sein, wir wollen mehr liefern", sagte Enders. Für 2016 kündigte er die Übergabe von mindestens 20 A400M an. Das hänge auch von speziellen Anforderungen der Abnehmer ab.

dpa

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