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Wieder Sorgen bei Thyssenkrupp

Stahl Wieder Sorgen bei Thyssenkrupp

Nach dem Ende der existenzbedrohenden Krise muss Thyssenkrupp-Chef Hiesinger nun mit neuen Problemen kämpfen. Sorgen bereiten vor allem die anhaltenden Schwierigkeiten der europäischen Stahlbranche.

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Der Konzern Thyssenkrupp befindet sich in schwierigem Fahrwasser. Konzernchef Heinrich Hiesinger stellt sich bei der Hauptversammlung den Aktionären.

Quelle: Roland Weihrauch/Archiv

Bochum. Fünf Jahre nach dem Antritt von Konzernchef Heinrich Hiesinger hat der Essener Stahl- und Industriegüterkonzern Thyssenkrupp mit neuen Sorgen zu kämpfen. Gebremst wird das Unternehmen von einem Einbruch der Stahlpreise und zunehmenden Unsicherheiten um die Weltkonjunktur.

Der Vorstandschef setzte am Freitag bei der Hauptversammlung in Bochum ein dickes Fragezeichen hinter die ohnehin schon vorsichtige Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Das erste Quartal von Oktober bis Ende Dezember sei von einem "erheblich" verschlechterten Umfeld im Stahlgeschäft geprägt gewesen. Um die eigenen Ziele zu erreichen, müssten sich die Märkte in der zweiten Geschäftsjahreshälfte deutlich verbessern.

In den vergangenen Jahren hatte sich Thyssenkrupp unter der Regie des Managers aus einer existenzbedrohenden Krise gekämpft. Nun kündigte Hiesinger an, den Umbau des Unternehmens weiter vorantreiben zu wollen. An der Börse sackten die Thyssenkrupp-Aktien bis zum Mittag um mehr als zwei Prozent ab und waren damit Schlusslicht im Dax.

"Was unsere Leistungskraft betrifft, sind wir noch lange nicht am Ziel", sagte Hiesinger. Der Trend stimme jedoch. Dabei wolle der Konzern an seiner Struktur festhalten. Neben der traditionellen Stahlsparte verfüge man mit Geschäftsfeldern wie dem Anlagenbau, den Automobilkomponenten und der Aufzugsparte über starke Standbeine.

Dadurch könnten auch Wachstumschancen besser genutzt werden. Derzeit müsse der Konzern vor allem beim Stahl jedoch mit zunehmenden Unsicherheiten kämpfen. "Die Lage in der europäischen Stahlindustrie ist in der Tat besorgniserregend", meinte Hiesinger.

Unter den Aktionärssprechern war die vorgeschlagene Erhöhung der Dividende von 11 auf 15 Cent je Aktie heftig umstritten. Während Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Union Investment dem Management vorwarf, die Ausschüttung aus der Substanz des Unternehmens zahlen zu wollen, kritisierten andere Sprecher die Zahlung als "schottische Magermilch-Dividende".

Neben Speich hatte zuvor auch ein Vertreter des Großaktionärs Cevian angekündigt, dies ablehnen zu wollen. Bei der Abstimmung am späten Nachmittag billigten die Aktionäre die vorgeschlagene Dividende mit einer Mehrheit von 75,24 Prozent.

Thyssenkrupp hatte im November eine nur zurückhaltende Prognose für das laufende Jahr vorgelegt. Bereinigt um Wechselkurseffekte rechnet das Unternehmen nur noch mit einem stagnierenden Umsatz. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll bei 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro landen. Einen wichtigen Beitrag von 850 Millionen Euro sollen dabei weitere Einsparungen liefern.

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern operativ 1,7 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 42,8 Milliarden Euro verdient. Unter dem Strich wuchs der Überschuss um fast 50 Prozent auf 309 Millionen Euro.

dpa

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