Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wirtschaft Wieder Streiks bei Amazon
Nachrichten Wirtschaft Wieder Streiks bei Amazon
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:35 21.09.2015
Die Gewerkschaft Verdi rechnete damit, dass sich in Leipzig mehr als 400 Mitarbeiter an dem Streik beteiligen werden. Quelle: Uwe Zucchi
Anzeige

München/Leipzig (dpa) - Beim Online-Versandhändler Amazon haben am Montag an mehreren Standorten in Deutschland Streiks begonnen.

Die Aktionen sollen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi teilweise bis zum Ende der Woche dauern. Zu Lieferverzögerungen wird es nach Angaben des Unternehmens aber nicht kommen.

Die Fronten in dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Tarifstreit sind verhärtet. Mit Arbeitskämpfen vor allem auch in Hessen und Thüringen versucht Verdi, für die mittlerweile rund 10 000 Mitarbeiter des US-Versandhandelsriesen in Deutschland einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels durchzusetzen.

Verhandlungen darüber lehnt Amazon aber ab. Das Unternehmen mit Sitz in München sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen. 

Die neue Streikwelle begann nach Angaben von Verdi mit der Frühschicht am Montagmorgen. Zahlreiche Beschäftigte in den Standorten Bad Hersfeld in Hessen, Leipzig in Sachsen, Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen, sowie Graben bei Augsburg und Pforzheim (Baden-Württemberg) hätten die Arbeit niedergelegt. Stefanie Nutzenberger vom verdi-Bundesvorstand warf Amazon vor, die Beschäftigten zu verschleißen und ihnen die Arbeitsbedingungen willkürlich zu diktieren.

Amazon weist diese Vorwürfe zurück. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin beteiligten sich insgesamt rund 700 Beschäftigte an den Aktionen. Die meisten der mehr als 10 000 Mitarbeiter in Deutschland seien somit regulär im Dienst. Zu Liefer-Verzögerungen werde es deshalb nicht kommen. 

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Skandal um Manipulationen bei Abgastests in den USA hat die Aktien von Europas größtem Autobauer Volkswagen am Montagmorgen abstürzen lassen. Zum Mittag stand der Kurs der VW-Vorzüge an der Börse in Frankfurt um mehr als ein Fünftel (20,35 Prozent) im Minus.

21.09.2015

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn kann nach Meinung von Autofachmann Ferdinand Dudenhöffer angesichts des Abgas-Skandals in den USA nicht im Amt bleiben. Winterkorn, in dessen Verantwortung auch die konzernweite Forschung und Entwicklung falle, habe entweder von den Manipulationen gewusst oder aber er sei ahnungslos und habe seinen Geschäftsbereich nicht im Griff, sagte der Direktor des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen der "Frankfurter Rundschau" (Montag).

21.09.2015

Die Bundesbank sieht die deutsche Wirtschaft auf einem stabilen Wachstumspfad. "Die zuletzt recht kräftige Aufwärtsbewegung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität in Deutschland dürfte sich im Sommer fortgesetzt haben", heißt es im Monatsbericht September der Notenbank, der am Montag veröffentlicht wurde.

21.09.2015
Anzeige