Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 16 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Winterkorn beriet Abgasfrage mit Technikern bereits 2014

Auto Winterkorn beriet Abgasfrage mit Technikern bereits 2014

Wann beschäftigten den damaligen VW-Chef Winterkorn die Diesel-Probleme? Eine entsprechende Notiz las der Top-Manager einem Zeitungsbericht zufolge wohl bereits im Frühling 2014. Aber hätte der Konzernlenker dann auch anders entscheiden müssen?

Voriger Artikel
BASF könnte US-Chemieriesen bei Mega-Fusion dazwischenfunken
Nächster Artikel
Commerzbank ernennt Zielke zum Blessing-Nachfolger

Martin Winterkorn soll bereits eineinhalb Jahre vor dem Auffliegen der Diesel-Affäre bei Technikern um eine Einschätzung gebeten haben.

Quelle: Marijan Murat/Archiv

Wolfsburg. Der ehemalige VW-Konzernchef Martin Winterkorn hat laut einem Medienbericht rund eineinhalb Jahre vor dem Auffliegen der Diesel-Affäre eine technische Einschätzung zu den auffälligen Abgasproblemen angefordert.

Das berichtete die "Bild am Sonntag" ("BamS") unter Berufung auf eine angebliche Aussage Winterkorns bei der Befragung durch die US-Anwälte von Jones Day. Die Kanzlei ermittelt im Auftrag von Europas größtem Autobauer, wie es zu dem Skandal um weltweit elf Millionen manipulierte Dieselfahrzeuge kommen konnte. Volkswagen wollte sich zu den angeblichen Untersuchungsergebnissen nicht äußern und verwies auf den für die zweite Aprilhälfte angekündigten Zwischenbericht von Jones Day.

Laut "BamS" las Winterkorn im Mai 2014 einen Hinweis auf die Unregelmäßigkeiten und bat seine Techniker um Erklärung. Die hätten ihm versichert, das Problem sei lösbar. Dieser Darstellung zufolge wurde die Wurzel des Skandals schon im Frühling 2014 zu einem Vorgang für den Vorstandschef, der das demnach auch registrierte und reagierte. Der Konzern hatte hierzu am Mittwoch nur mitgeteilt, dass "nicht dokumentiert" sei, ob und inwieweit Winterkorn die Notiz zur Kenntnis nahm. Weiter unklar bleibt aber, ob er das Thema schon zum damaligen Zeitpunkt anders hätte einschätzen müssen.

Winterkorn soll den Ermittlern von Jones Day laut "BamS" gesagt haben, er habe seine Sorgfaltspflicht nicht verletzt. Winterkorns Handeln ist auch relevant für die Frage, ob der Konzern die Finanzwelt möglicherweise zu spät über das Ausmaß der Probleme informierte. Diverse Anleger sehen sich um Geld gebracht und klagen.

Am vergangenen Mittwoch hatte Volkswagen über den Tenor seiner Klageerwiderung per Pressemitteilung berichtet. Die Einschätzung in dieser Mitteilung bleibe unverändert, sagte ein Konzernsprecher. "Volkswagen ist überzeugt, die kapitalmarktrechtlichen Anforderungen vollumfänglich erfüllt zu haben."

Ein Sprecher der Muttergesellschaft Porsche SE sagte der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX: "Wolfgang Porsche und die Familie stehen fest hinter Herrn Pötsch und Herrn Müller." Damit stärkte er demonstrativ dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Dieter Pötsch und Vorstandschef Matthias Müller den Rücken.

In seiner Mitteilung vom Mittwoch hatte VW auch bekanntgegeben, der Vorstand habe seit Ende August 2015 gewusst, dass es sich bei der Manipulations-Software nach US-Recht um ein verbotenes Programm handelte. Der Konzern hatte schließlich am 22. September in einer Pflichtmitteilung an die Finanzwelt informiert, dass weltweit elf Millionen Autos betroffen sind, und stellte 6,5 Milliarden Euro für die Kosten der Affäre zurück.

Der Zeitpunkt dieser sogenannten Ad-hoc-Mitteilung war auch im Konzernvorstand nicht unumstritten, wie zu hören ist. Ein juristisches Gutachten stützte aber schon im Herbst 2015 die Vorgehensweise der Unternehmensspitze, wonach zunächst für mehr Klarheit beim Ausmaß des Skandals gesorgt werden sollte.

VW-Pkw-Chef Herbert Diess betonte indes in einem Interview mit der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" (Samstag), die Kernmarke rund um Golf und Passat habe großen Nachholbedarf. Die Schwestermarken Seat und Skoda hätten schon kräftig aufgeholt, und Audi sowie Porsche stünden blendend da. "Die Marke Volkswagen muss dagegen noch einiges tun, um in den nächsten Jahren profitabler zu werden. Nur so können wir uns die Zukunft leisten." Das Rekordwachstum von VW-Pkw in China habe die Probleme überstrahlt, sagte Diess.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 9.465,00 +2,12%
TecDAX 1.558,50 +2,47%
EUR/USD 1,1055 +0,31%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

RWE ST 12,72 +4,32%
DT. BÖRSE 73,80 +4,02%
FMC 76,63 +3,85%
Henkel VZ 105,32 -0,61%
BMW ST 65,90 -0,59%
DAIMLER 53,86 +0,08%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
AXA IM Fixed Incom RF 207,06%
Stabilitas PACIFIC AF 176,32%
Stabilitas GOLD+RE AF 143,92%
Danske Invest Denm AF 106,54%
Structured Solutio AF 103,54%

mehr

  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr