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Wirtschaft Wird Jerome Powell neuer Fed-Chef?
Nachrichten Wirtschaft Wird Jerome Powell neuer Fed-Chef?
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11:13 02.11.2017
Jerome Powell gehört bereits seit fünf Jahren zum Führungsgremium der Fed. Quelle: imago
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Washington

US-Präsident Donald Trump will an diesem Donnerstag verkünden, wer künftig die mächtige US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) führen wird. Die Amtszeit der derzeitigen Vorsitzenden Janet Yellen endet im Februar 2018. Trump sieht sie zwar als „beeindruckende Persönlichkeit“ – allerdings hat sie allein dadurch schlechte Karten, weil sie von Trumps Vorgänger Barack Obama ins Amt gehoben wurde. Als Favorit für ihre Nachfolge gilt der erfahrene Notenbanker Jerome Powell.

Powell wird im Gegensatz zu Yellen eine gewisse Nähe zu den regierenden Republikanern nachgesagt. Er hatte bereits für die Regierung von George H. W. Bush gearbeitet. Ökonomisch vertritt Powell jedoch im Grundsatz die Linie Yellens, so dass Experten im Fall seiner Wahl eine kontinuierliche Weiterentwicklung der US-Geldpolitik erwarten. Powell ist bereits seit 2012 Mitglied im Führungsgremium der Fed und gilt als moderater Notenbanker. Er soll auch der persönliche Favorit von Finanzminister Steven Mnuchin sein.

Vor seiner Zeit als Staatssekretär unter George H.W. Bush arbeitete der heute 64-Jährige als Anwalt und Investmentbanker in New York City. Dass er über viele Erfahrungen in der Privatwirtschaft verfügt, soll Trump besonders an ihm schätzen. Powell hat Studienabschlüsse der Princeton und Georgetown University.

Märkte rechnen mit Leitzinsanhebung im Dezember

Unmittelbar vor der Personalentscheidung ließ die Notenbank in Washington ihren Leitzins am Mittwoch erwartungsgemäß unangetastet. Der Zins für kurzfristige Anleihen, zu dem sich Geschäftsbanken über Nacht gegenseitig Geld leihen, bleibt in einem Zielkorridor von 1,0 bis 1,25 Prozent. Dies teilte der Offenmarktausschuss der Fed nach seiner November-Sitzung mit. Die Märkte rechnen nun weiterhin mit einer Zinsanhebung im Dezember.

Die Notenbank blickt derzeit mit Sorge auf die Daten zur Teuerung, die trotz der günstigen Wachstums- und Arbeitsmarktbedingungen nicht in gewünschtem Maße anzieht. „Die Inflation für Güter mit Ausnahme von Nahrungsmitteln und Energie ist weiterhin schwach“, hieß es in einer Mitteilung. Die Fed geht davon aus, dass die Zielmarke von zwei Prozent erst in geraumer Zeit erreicht werden kann. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgt ein solches Inflationsziel, sie sieht Preisstabilität bei knapp unter 2 Prozent Teuerung.

Von dpa/RND/ang

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