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Wirtschaft Regional 4,5 Millionen für 30 Sekunden - BMW stellt Leipziger i3 beim Super-Bowl vor
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional 4,5 Millionen für 30 Sekunden - BMW stellt Leipziger i3 beim Super-Bowl vor
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23:59 28.01.2015

Dabei wird auch erwähnt, dass das Auto in Leipzig gefertigt wird.

Die Werbezeiten in den Pausen des Super Bowls gehören seit Jahren zu den attraktivsten - und damit auch zu den teuersten - der Welt. Denn in den USA erreicht die Einschaltquote bei der jährlichen TV-Ausstrahlung des Super Bowls immer neue Rekordhöhen - und auch im Rest der Welt findet sich eine gigantisch große Fan-Gemeinde. Der Tag des Super Bowls wird in Amerika auch "Super Bowl Sunday" genannt und von vielen US-Amerikanern als eine Art nationaler Feiertag betrachtet.

Wegen des riesigen Zuschauerandrangs vor den Fernsehgeräten lässt sich die Werbebranche beim Kauf von Werbezeiten nicht lumpen. Das Wirtschaftsmagazin Forbes berichtet, dass die Kosten für einen Werbe-Spot von 30 Sekunden Länge während der Viertelpausen des diesjährigen Super Bowl bei rund 4,5 Millionen US-Dollar liegen. Dies seien etwa 500 000 Dollar mehr als im Vorjahr, heißt es.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr halten sich die Automarken 2015 aber zurück. Zwölf Monate zuvor waren noch elf Autohersteller mit eigener Werbung beim America-Football-Event vertreten, in diesem Jahr verzichten unter anderem Volkswagen, Ford und Hyundai auf einen Auftritt.

Nach vier Jahren Pause wieder dabei ist allerdings BMW. Die Münchner stellen ihr Elektroauto i3 in den Mittelpunkt ihrer Werbebotschaft. Ihr Spot trägt den Titel "Neumodische Ideen". Um Aufmerksamkeit zu erzielen, wurden zwei renommierte Journalisten als Darsteller gewonnen - die NBC-Moderatoren Katie Couric und Bryant Gumbel. Beide haben 1994 ihren Zuschauern erstmalig eine E-Mail-Adresse als Alternative für den geschriebenen Brief anboten. Dies galt damals, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, als neumodische Idee.

Eingeblendet wird deshalb in dem Spot zunächst ein Ausschnitt aus der alten Sendung. Danach sitzen die beiden Moderatoren im Cockpit eines weißen i3 und unterhalten sich - ähnlich verwundert wie einst über das Internet - jetzt über das fortschrittliche Auto aus Leipzig. Die Zuschauer erfahren dabei, dass der Stromer i3 in einem Werk in Leipzig entsteht, das mit Windkraft betrieben wird. Das Fazit der beiden Journalisten: "Große Ideen brauchen ein bisschen länger, bis man sich an sie gewöhnt."

Werbeprofis sehen in dem Auftritt eine exzellente Werbung für die Messestadt. "Wir freuen uns sehr, dass BMW in seinem Clip auf den Standort Leipzig hinweist", erklärte gestern Volker Bremer, Geschäftsführer der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH. "Dies trägt dazu bei, unsere Stadt international noch bekannter zu machen. Wenn wir Leipzig im Ausland bei Messen, Kongressen oder im Rahmen einer Tournee des Gewandhausorchesters präsentieren, erwähnen wir stets auch das Engagement von Firmen wie BMW, Porsche, DHL oder Red Bull in Leipzig. Das weckt bei den Zuhörern Neugier auf das Reiseziel Leipzig und stärkt das Image unserer Stadt."

Im Leipziger BMW-Werk hieß es gestern, der i3 werde inzwischen weltweit vertrieben, besonders wichtig seien aber die Märkte USA und China. In den USA sei der i3 seit April vorigen Jahres erhältlich; besonders groß ist die Nachfrage dort derzeit im Bundesstaat Kalifornien. In China wird das Auto seit Herbst 2014 vertrieben.

Im hiesigen Werk wurden 2014 rund 18 000 Elektrofahrzeuge produziert. Davon waren rund 17 000 vom Typ i3, die anderen vom Typ i8. Für die i3-Produk-tion hat BMW rund 400 Millionen Euro in die Erweiterung seines Leipziger Werkes investiert. 800 Arbeitsplätze wurden neu geschaffen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.01.2015

Andreas Tappert

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