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Aktionsnetzwerk soll Schließung von Heidelberger Postpress in Leipzig verhindern

Aktionsnetzwerk soll Schließung von Heidelberger Postpress in Leipzig verhindern

Nachdem der Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druck die Schließung des Leipziger Werks Postpress in der vergangenen Woche angekündigt hatte, ist am Mittwoch ein Aktionsbündnis in der Messstadt gegründet worden.

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Das Werk von Heidelberger Druckmaschinen in Leipzig

Quelle: pd

Leipzig/Heidelberg. Ziel des Netzwerks sei es, den Standort zu erhalten, hieß es in einer Mitteilung des Leipziger Dezernats Wirtschaft und Arbeit.

Entstanden ist das Aktionsnetzwerk auf Initiative des Wirtschaftsbürgermeisters Uwe Albrecht (CDU) und des Leipziger Regionsgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Bernd Günther. „Heidelberg Postpress steht in der Tradition Leipzigs als Druck- und Verlagsstadt und ist Bestandteil einer Industriestruktur, die entwickelt und nicht abgewickelt werden muss“, sagte Albrecht, der am Dienstag das Werk im Gewerbepark Nordost besucht hatte.

Das Aktionsnetzwerk soll mit Entscheidungsträgern des Konzerns und möglichen Übernehmern kommunizieren und politischen Beistand vom Freistaat und vom Bund organisieren. Außerdem werde der Betriebsrat bei der Erarbeitung eines alternativen Unternehmenskonzeptes unterstützt, das zeigen soll, dass es betriebswirtschaftlich für den Konzern vorteilhaft wäre, den Standort Leipzig neu aufzustellen, so der Wirtschaftsbürgermeister.

Trotzdem schätzte er die Erfolgsaussichten vorsichtig ein: Es seien große Probleme zu überwinden, aber es müsse alles versucht werden, um die für Leipzig wichtigen Arbeitsplätze zu erhalten.

Heidelberger Druck will mit Umstrukturierungen den Weg aus den roten Zahlen schaffen. Teil des Konzernumbaus ist seit Jahren ein großangelegter Stellenabbau. Insgesamt sollen weltweit 650 Stellen gestrichen werden, darunter die rund 250 Stellen in Leipzig. „650 sind eine große Zahl, aber es ist sicherlich noch nicht das Ende“, sagte Vorstandschef Gerold Linzbach ohne Details zu nennen. Die Mitarbeiterzahl war in den vergangenen Jahren von rund 20.000 auf zuletzt 12.454 zurückgegangen.

Heidelberger Druck startet mit Umsatzrückgang ins neue Geschäftsjahr

Am Mittwoch stellte der Maschinenbauer die Ergebnisse des ersten Quartals des neuen Geschäftsjahres vor. Zwischen April und Juni verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang um 14 Prozent auf 435 Millionen Euro. Trotzdem konnte es seine Verluste weiter verringern: Das Ergebnis verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 4 Millionen Euro von minus 38 auf minus 34 Millionen Euro.

Vorstandschef Gerold Linzbach betonte: „Wir sind guten Mutes, wir sind auf dem richtigen Weg.“ Es seien Produktbereiche abgestoßen worden, die ihm „wie Steinklötze“ am Hals gehangen hätten.

Susanne Weidner/dpa

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