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Andreas Pinkwart - Rektor der Handelshochschule Leipzig - zum 115. Geburtstag der Einrichtung

Andreas Pinkwart - Rektor der Handelshochschule Leipzig - zum 115. Geburtstag der Einrichtung

Andreas Pinkwart: Gestern wie heute erweist sich die HHL als Innovationstreiber. Damals ebnete sie als erste Hochschule im deutschsprachigen Raum auf Initiative der IHK und der Leipziger Unternehmerschaft den Weg für die universitäre Ausbildung von Kaufleuten und die Etablierung der Betriebswirtschaftslehre als eigenständige wissenschaftliche Disziplin.

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Handelshochschul-Rektor Andreas Pinkwart.

Quelle: Volkmar Heinz

eigenständige wissenschaftliche Disziplin. Bei Wiedergründung im Jahre 1992 stand im Zuge der Globalisierung der deutschen Wirtschaft die internationale Ausrichtung des Faches im Vordergrund. Die HHL zählt seit Mitte der neunziger Jahre mit ihren Studiengängen in englischer Sprache und einem verpflichtenden wechselseitigen Studierendenaustausch zu den Vorreitern in Deutschland.

Wie reagiert die HHL auf die neuen Herausforderungen der Betriebswirtschaftslehre?

Die HHL antwortet darauf mit ihrem auf verantwortliche Führung ausgerichteten Zukunftskonzept Innovate125. Ausgehend von einem ganzheitlichen Managementverständnis bilden innovatives Unternehmertum und die Erneuerungsfähigkeit von Organisationen zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg.

Inwieweit ist die HHL selbst innovativ?

Als kleine private Hochschule unterliegen wir selbst einem fortlaufenden Erneuerungsprozess. Nur so können wir unsere hohen Qualitäts- und Reputationsziele erreichen. So haben wir 2011 deutschlandweit den ersten berufsbegleitenden Masterstudiengang für Betriebswirtschaftslehre an den Start gebracht.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern aus?

Wir schätzen uns glücklich, in einer so attraktiven Innovationsregion mit vielen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen eng zusammenarbeiten zu können. So etwa im Spitzencluster Bio-Economy, dem regionalen Hochschulgründernetzwerk Smile, dem von der Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer geförderten Transfernetzwerk und über unser neues Forschungscenter Casim an der HHL. Darüber hinaus ist die enge Zusammenarbeit mit dem Wittenberg Center for Global Ethics wichtig für unser auf Verantwortung und Nachhaltigkeit ausgerichtetes Führungsverständnis.

In Ihrem Zukunftskonzept für die HHL sprechen Sie von einer qualitätsvollen Wachstumsstrategie. Klingt gut, ist aber allgemein. Was bedeutet das?

Wenn die HHL in zehn Jahren ihr 125-jähriges Bestehen feiert, soll sie in Europa ähnlich herausragend positioniert sein wie ihr dies in Deutschland bereits heute schon gelungen ist. Hierfür wollen wir die Fakultät weiter ausbauen, die Forschungsarbeit stärken und die Studierendenzahl qualitätsvoll steigern. Im vergangenen Jahr konnten wir die Studienanfängerzahlen bereits um fünfzig Prozent erhöhen. Dieser erfreuliche Trend setzt sich in diesem Jahr fort. Dabei zählt die HHL heute schon zu den internationalsten Hochschulen in Deutschland.

Konnten Sie die Drittmittelförderung an der HHL steigern?

Der qualitätsvolle Ausbau der Hochschule muss mit einer Verbreiterung der Finanzierungsbasis einhergehen. So werden alle neuen Lehrstühle und Juniorprofessuren durch Einwerbung zusätzlicher Drittmittel finanziert. Zudem haben sich langjährige Förderer der HHL entschlossen, ihr Engagement auch künftig fortzusetzen. Insgesamt hat sich die Anzahl der Förderer in den vergangenen beiden Jahren verdoppelt.

Welche Förderung erhält die HHL außerdem?

Unsere Gesellschafter, die IHK, die Kramerstiftung und die Freunde der HHL, die Stadt und der Freistaat unterstützen die einzige private universitäre Hochschule in den neuen Ländern in vielfältiger Form, wofür wir sehr dankbar sind. Besonders wichtig für das weitere Wachstum der HHL sind zusätzliche Flächen, die uns der Freistaat auf dem Bildungscampus an der Jahnallee dankenswerterweise bedarfsbezogen zur Verfügung stellt. Den Hauptbeitrag leisten jedoch die Studierenden mit ihren Gebühren. Mit dem hohen Anteil internationaler Studierender zählt die HHL übrigens zu den wenigen Exporteuren von Bildungsleistungen und trägt auf diese Weise zur Wertschöpfung in Form von Arbeitsplätzen und Steuerzahlungen am Standort Leipzig bei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.04.2013

Ulrich Milde

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