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Wirtschaft Regional Arbeitslosigkeit in Leipzig leicht gesunken – jeder Elfte unter 25 Jahren fand einen Job
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional Arbeitslosigkeit in Leipzig leicht gesunken – jeder Elfte unter 25 Jahren fand einen Job
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13:20 27.11.2014
Die Arbeitslosigkeit in Leipzig ging auch im November weiter zurück. Quelle: dpa
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Leipzig/Chemnitz

Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 auf 9,4 Prozent. Damit entwickelte sich die Messestadt gegen den Trend: Im gesamten Freistaat stieg die Arbeitslosigkeit leicht an.

Nach monatelangem Aufschwung stagniert die Entwicklung in Sachsen: Im November waren 171.948 Menschen ohne Job, rund 330 mehr als im Monat davor, wie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz mitteilte. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 8,1 Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit 1991. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es rund 13.480 Arbeitslose weniger. Die Quote sank binnen Jahresfrist um 0,6 Prozentpunkte.

Die Chancen, eine neue Beschäftigung zu finden, seien weiterhin gut, hieß es. Die Einstellungsbereitschaft der sächsischen Wirtschaft bleibe hoch, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Klaus Schuberth. Auch der Beschäftigungsaufbau in Sachsen halte weiter an.

Vor allem Jüngere profitieren in Leipzig

In Leipzig profitierten vor allem Jüngere vom Aufschwung am Arbeitsmarkt. Bei den unter 25-Jährigen fand fast jeder elfte der rund 2220 Arbeitssuchenden einen Job – der Rückgang betrug hier 9,1 Prozent. Bei den über 50-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit jedoch leicht um 0,1 Prozent an. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank: Mit 41.811 wurden 157 weniger als im Vormonat und 959 weniger als im November 2013 gezählt.

Im Dezember rechnet auch die Arbeitsagentur in Leipzig jedoch mit einer steigenden Arbeitslosigkeit. „Wie stark diese sein wird, das hängt nicht zuletzt auch vom Einzug des Winters ab“, erklärte Geschäftsführerin Nadia Arndt.

Derzeit 23.790 freie Stellen in Sachsen

Nach ersten Hochrechnungen waren im September 2014 rund 1,53 Millionen Menschen in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, 1,5 Prozent mehr als im September 2013. Die meisten Neueinstellungen gab es im Verarbeitenden Gewerbe, bei der Zeitarbeit, auf verschiedenen Feldern der Dienstleistungen sowie beim Gesundheitswesen.

Aktuell sind bei den Arbeitsagenturen knapp 23.790 freie Stellen gemeldet, rund 4180 mehr als vor einem Jahr. Rund 58.600 Frauen und Männer waren im November in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen beschäftigt. Sie tauchen nicht bei den Arbeitslosenzahlen auf. Zusammen mit den Arbeitslosen bilden sie die Unterbeschäftigung.

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) betonte, Langzeitarbeitslose sollten verstärkt wieder in den Arbeitsmarkt gebracht werden. „Durch intensives Coaching auch nach Wiedereintritt in die Beschäftigung wollen wir so berufliche Perspektiven eröffnen und das Potenzial dieser Arbeitskräfte fördern und den Unternehmen sichern.“

nöß / dpa

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