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Wirtschaft Regional Arbeitslosigkeit in Sachsen leicht gestiegen – in Leipzig 1164 Menschen mehr ohne Job
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft Regional Arbeitslosigkeit in Sachsen leicht gestiegen – in Leipzig 1164 Menschen mehr ohne Job
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14:36 03.01.2013
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Konkret waren der Chemnitzer Regionaldirektion zufolge im vergangenen Monat 199.870 Menschen ohne Job. Das waren 11.665 mehr als im Vormonat und nur noch 8405 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote lag bei 9,4 Prozent, nach 8,9 Prozent im November. Im Jahresdurchschnitt 2012 waren im Freistaat 207.796 Frauen und Männer ohne Job - das war der tiefste Stand seit 1991. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug 9,8 Prozent. Bundesweit kletterte die Zahl der Arbeitslosen um 88.000 Menschen auf 2,84 Millionen. Damit überstieg die Arbeitslosenzahl den Wert des Vorjahresmonats um 60.000.

Anstieg im Dezember auch in Leipzig

In Leipzig waren im Dezember 28.663 Menschen ohne Job – 1164 mehr als im Vormonat.  Die Zahl der Arbeitslosengeld-II-Empfänger stieg um 865 auf 22.675 Personen. Das waren immer noch knapp 2000 Menschen weniger als vor einem Jahr (24.664). „Das ist ein schöner Erfolg“, sagte Michael Lange, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Leipzig. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember kommt für ihn nicht überraschend. „Dieser ist vor allem jahreszeitlich bedingt“, erklärte er.

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Jutta Cordt zufolge lässt die Bereitschaft der sächsischen Unternehmen nach, neue Mitarbeiter einzustellen. Da sei eine Verunsicherung durch die Euro-Schuldenkrise zu spüren. Es lasse sich auch noch nicht vorhersagen, wie diese im neuen Jahr auf den Arbeitsmarkt im Freistaat durchschlagen werde. Sie gehe aber zunächst weiter von einer stabilen Entwicklung aus mit im Jahresmittel 0,6 Prozent oder 1200 Arbeitslosen weniger und 12.000 Beschäftigten mehr. Bei der Arbeitsagentur werde Qualifizierung und Weiterbildung älterer Arbeitsloser weiter im Vordergrund stehen. Bei denen sei die Arbeitslosigkeit noch relativ hoch.

Wettbewerb um Fachkräfte verschärft sich weiter

Zudem erwartet Cordt, dass sich der Wettbewerb um Fachkräfte weiter verschärft. Dabei werde der Lohnunterschied vor allem zu den Westländern zunehmend wichtig werden, sagte sie. „Das Lohnniveau ist ein Riesenthema.“ Der Bruttolohn liege in Sachsen rund 1000 Euro unter Bundesdurchschnitt. Es werde sich zeigen, ob die relativ vielen kleinen und mittleren sächsischen Unternehmen zahlungskräftig genug seien, um künftig mithalten zu können.

Der DGB Sachsen kritisierte in dem Zusammenhang, dass Sachsen an seinem Image als Niedriglohnland festhalte. „Die sinkende Nachfrage nach Arbeitskräften ist ein erstes Alarmzeichen“, erklärte der sächsische DGB-Vize Markus Schlimbach.

dpa/nöß

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