Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Arbeitsmarkt: Nur wenige Zuwanderer aus Osteuropa bleiben in Sachsen

Arbeitsmarkt: Nur wenige Zuwanderer aus Osteuropa bleiben in Sachsen

Von der seit Anfang Mai geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit in der Europäischen Union hat Sachsen kaum profitiert. Lediglich 700 Personen aus den osteuropäischen Beitrittsländern hätten den Weg nach Sachsen gefunden, sagte die Chefin der Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur (BA) in Chemnitz, Jutta Cordt.

Voriger Artikel
Leipzig schreibt Gaslieferverträge neu aus - Biogasanteil wird vorgeschrieben
Nächster Artikel
Trotz Schuldenkrise - Ost-Sparkassen vergeben mehr Kredite

Manche hatten schon einen Massenansturm osteuropäischer Arbeitskräfte befürchtet. Migrations- und Arbeitsmarktforscher geben inzwischen Entwarnung.

Quelle: dpa

Leipzig. „Von einem Run auf den sächsischen Arbeitsmarkt kann man da beim besten Willen nicht sprechen“, so Cordt gegenüber der Leipziger Volkszeitung.

Die Erwartungen an die neue Regelung seien ohnehin nicht groß gewesen. „Im Frühjahr sind wir davon ausgegangen, dass grundsätzlich rund 1400 Zuwanderer im Jahr mehr zu uns nach Sachsen kommen. Das sind weitaus weniger als wir aufgrund des demografisch bedingten Fachkräftebedarfs in Sachsen benötigen.“ Die Zahlen von Mai – aktuellere sind noch nicht verfügbar – besagten, dass derzeit 5300 Zuwanderer bei Firmen im Freistaat beschäftigt seien. Ein Plus von 700 gegenüber dem Monat davor.

Dabei könnte die Zahl der Zuwanderer größer sein. Laut Cordt reisen zahlreiche Osteuropäer durch Sachsen, um in Bayern, Baden-Württemberg oder Hessen zu arbeiten. „Allein in diesen drei Bundesländern haben nach der Freizügigkeit im Mai 12.300 Zuwanderer mehr gearbeitet als noch im April“, sagte Cordt. Die Wirtschaft in Sachsen müsse sich dringend überlegen, wie sie diesen Arbeitskräftedurchzug auf den heimischen Arbeitsmarkt umlenken kann. Cordt: „Wir brauchen mehr Facharbeiter für den sächsischen Arbeitsmarkt, auch aus dem Ausland.“

Die Chefin der Regionaldirektion räumte zudem mit dem Vorurteil auf, dass die meisten Zuwanderer nur geringfügig Beschäftigte seien. „Da sagen uns unsere Zahlen etwas anderes. Etwa vier Fünftel der Zuwanderer sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt und nur ein Fünftel ist geringfügig tätig.“

Andreas Dunte

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft Regional
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr