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Aufsichtsrat der LVB kürzt 200.000-Euro-Bezüge von Ex-Geschäftsführer Hanss

Aufsichtsrat der LVB kürzt 200.000-Euro-Bezüge von Ex-Geschäftsführer Hanss

Der Aufsichtsrat der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) kürzt die Luxus-Pension des ehemaligen Geschäftsführers Wilhelm Georg Hanss. Darauf habe sich das Gremium einstimmig geeinigt, teilten die LVB am Freitag mit.

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Wilhelm Georg Hanss, ehemaliger LVB-Geschäftsführer (Archivbild).

Quelle: André Kempner

Leipzig. Hanss war im Sommer 2011 wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung verurteilt worden. Danach wurde heftige Kritik an seinen Pensionsbezügen laut. Das Unternehmen hatte Hanss ursprünglich 200.000 Euro pro Jahr zugebilligt.

Jetzt soll Hanss nur noch ein Viertel der Bezüge bekommen. Nach der Verurteilung des einstigen LVB-Geschäftsführers hatte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) den stadteigenen Mutterkonzern LVV beauftragt, Auswirkungen des Urteils auf die Pensionszahlung prüfen zu lassen. Danach sei ein Gutachten über die Höhe der Zahlungen erstellt worden, heißt es in einer Erklärung der LVB. Außerdem wurde geprüft, ob bei der Vereinbarung alles mit rechten Dingen zugegangen war.

Versorgung unangemessen und nicht rechtskonform

Das ist offenbar nicht der Fall: Die in der Pensionsvereinbarung getroffenen Versorgungszusagen seien unangemessen und nicht rechtskonform zustande gekommen, begründen die LVB ihre Entscheidung. Der Aufsichtsrat wolle außerdem gerichtlich feststellen lassen, dass Wilhelm Georg Hanss keine weiteren Ansprüche geltend machen kann.

Der Stadtkonzern LVV hatte gegenüber der Leipziger Volkszeitung schon Ende letzten Jahres geäußert, dass der ehemalige Leipziger Stadtkämmerer Peter Kaminski (CDU) und dann auch der stellvertretende Aufsichtsrats-Vorsitzende und Verdi-Funktionär Manfred Tigges die Konditionen für Hanss' Vertrag verbessert hätten, ohne die zuständigen Gremien zu fragen. Kaminski sei wegen Verjährungsfrist nicht mehr zu belangen, Tigges schon - nämlich bis zum 28. Februar 2012.

Ende Januar legte Gewerkschaftsvertreter Tigges seine Mandate in den LVV-Aufsichtsräten nieder. Die LVZ zitierte eine schriftliche Erklärung, in der Tigges die Gehaltserhöhung für Hanss verteidigt: „In Kenntnis der genauen Umstände hat daran niemand der Verantwortlichen in den vergangenen Jahren jemals einen Zweifel geäußert." Weil ihm die Angriffe gegen seine Person so unter die Haut gingen, könne er seine Aufgaben nicht mehr entsprechend wahrnehmen, erklärte Tigges weiter.

Jetzt hat der LVB-Aufsichtsrat einen Nachfolger für Tigges gewählt. Jens Herrmann wird Stellvertreter des Vorsitzenden. Herrmann arbeitet seit 1990 bei den Verkehrsbetrieben. Er ist im Qualitätsmanagement tätig und arbeitet als Teamleiter im Fahrdienst. Seit 2006 engagiert sich Herrmann im Betriebsrat der LVB.

lyn/AT/jr

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