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BMW schickt neuen 2er Active Tourer aus Leipzig zur Probefahrt nach Tirol

BMW schickt neuen 2er Active Tourer aus Leipzig zur Probefahrt nach Tirol

Keine vier Wochen nach dem Produktionsstart in Leipzig lässt BMW den neuen 2er Active Tourer abheben: "So weit oben haben wir noch nie ein neues Modell präsentiert", sagt Produktionsvorstand Harald Krüger zur allerersten Probefahrt für Motorjournalisten in den Tiroler Alpen.

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Per Seilbahn schwebt der 2er Active Tourer zur Probefahrt ein.

Quelle: pd

Leipzig/Sölden. Denn für die Präsentation hat BMW kurzerhand eine Seilbahnstation in 2174 Metern Höhe gemietet - die Mittelstation der Gaislachkoglbahn in Sölden, wo sonst Wintersportfans auf dem Weg zum Gipfel des 3040 Meter hohen Gaislachkogl die Gondeln wechseln. Und stilecht lässt sich Krüger einschweben: im roten 2er Active Tourer, der statt einer Gondel am Stahlseil hängt.

Den Ort hat BMW mit Bedacht gewählt: Schließlich stehe Sölden nicht nur für Wintersport, sondern auch für andere Outdoor-Aktivitäten - vom klassischen Wandern bis hin zum Mountain-Bike-Fahren. Und genau das ist die Zielgruppe, die die Marke mit ihrem ersten Van ins Visier nimmt. "Und wir sind überzeugt: Mit dem Modell werden wir Menschen begeistern und neue Kunden erobern", sagt Krüger. 60 bis 70 Prozent der Käufer will er von anderen Marken holen. "Diese für uns neuen Zielgruppen werden unsere Position im Premium-Markt weiter stärken."

Gezeigt wurde der Neue zwar schon auf der AMI in Leipzig und auf dem Autosalon in Genf. Doch erstmals dürfen die Autoexperten nun selbst ans Steuer - natürlich erst nach der Rückfahrt zur Talstation, wo die 26 nagelneuen Testwagen aus dem Leipziger Werk warten. Und beherzt werden sie dann über die Alpenpässe gejagt. "Der fährt sich echt klasse!", sagt begeistert Koji Ozawa von Nikkei Trendynet, der extra aus Japan zu der Probefahrt angereist ist. "Ein echter BMW halt." In Japan werde das Modell sicher ein großer Erfolg.

Allerdings müssen Ozawas Leser noch etwas warten. Am 27. September kommt der 2er Active Tourer zunächst nur in Europa auf den Markt. Preis: ab 27 200 Euro. Das dürfte auch der Kernmarkt werden: 40 Prozent der Fahrzeuge will Krüger in Europa absetzen. Bis Ende des Jahres sollen drei Länder im Rest der Welt folgen: Japan, Australien und Mexiko. Später soll China nachziehen, wo Krüger dann 15 Prozent der Wagen absetzen will. "Die Resonanz ist ausgesprochen positiv. Wir sind daher zuversichtlich, dass das Fahrzeug sehr erfolgreich wird." Auf ein Absatzziel will er sich aber nicht festlegen.

Zur Zielgruppe gehören nicht nur Outdoor-Fans, sondern auch Familien mit Kindern - und Autofahrer, die einfach die höhere Sitzposition zu schätzen wissen. Hauptkonkurrenten sind der neue VW Sportsvan - und vor allem die B-Klasse von Mercedes-Benz.

Mit dem Active Tourer leistet das Leipziger Werk bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres Pionierarbeit im Konzern: Erst im September war die Produktion des Elektroautos i3 und des Hybrid-Supersportwagens i8 angelaufen, deren Karosserien erstmals aus superleichtem Karbon bestehen. Mit dem Active Tourer betritt BMW nun erneut Neuland - und das sogar doppelt. Es ist der erste Kompakt-Van der Marke überhaupt - und der allererste BMW mit Frontantrieb. Mit dem ebenfalls in Leipzig gebauten 2er Coupé hat der Van außer der Nummer daher nichts gemein: Während sich das Coupé die Plattform mit dem 1er teilt, steht der Active Tourer auf der des neuen Mini, der schon immer Frontantrieb hatte.

Trotzdem, das bestätigen die Tester, fährt er sich so gar nicht wie ein Mini, sondern wie ein typischer BMW. Nur beim Sprint an der Ampel und bei rasanten Kurvenfahrten auf den Serpentinen ist dann doch zu spüren, dass hier die Räder vorn ziehen und nicht hinten schieben. "Aber dafür hat er andere Qualitäten", kontert Krüger: Erstaunlich viel Beinfreiheit hinten für einen nur 4,34 Meter langen Kompakten - und einen variablen Kofferraum, der bei umgeklappter Rückbank selbst den deutlich größeren 3er Touring schlägt. Wem das nicht reicht: Im nächsten oder übernächsten Jahr will BMW eine um 16 Zentimeter gestreckte Langversion mit sieben Sitzen nachlegen, ebenfalls aus Leipzig. Auch ein Plug-In-Hybrid ist in Planung. Allrad soll es noch in diesem Jahr geben.

Dass BMW sich beim Active Tourer erstmals vom Heckantrieb verabschiedet, hat seinen Grund: Die Marke soll näher an die Tochter Mini herangeführt werden - um Kosten zu sparen. Auch die nächsten Generationen von 1er und X1, die 2015 und 2016 anstehen und ebenfalls in Leipzig gebaut werden, sollen auf Frontantrieb umsteigen. Beim gerade erst gestarteten 2er Coupé und dem Ende des Jahres anstehenden 2er Cabrio ist dies dagegen noch offen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.07.2014

Frank Johannsen

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