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Bäckereikette Frischback geht das Geld aus - Insolvenzantrag

Sanierungsfall Bäckereikette Frischback geht das Geld aus - Insolvenzantrag

Die Bäckereikette Frischback ist seit 1952 am Markt, doch nun ist sie zum Sanierungsfall geworden. Deswegen hat sie Insolvenzantrag gestellt. Trotzdem werden weiter Brot, Kuchen und Stollen gebacken.

Die Backkette Frischback muss einen Insolvenzantrag stellen. (Archivbild)

Quelle: dpa

Arnstadt. Die Arnstädter Bäckereikette Frischback mit rund 130 Filialen und mehr als 800 Mitarbeitern steckt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das Unternehmen habe beim Amtsgericht Erfurt Insolvenzantrag gestellt und werde nun in Eigenverwaltung saniert, teilte Geschäftsführer Alfred Heyl am Freitag mit. Zur Gruppe gehören drei verschiedene Unternehmen. «Ziel des Verfahrens ist es, unsere Unternehmen fortzuführen und die Arbeitsplätze zu sichern», sagte Heyl. Alle Filialen und Großkunden würden weiter beliefert, auch seien Löhne und Gehälter über die Agentur für Arbeit gesichert.

Den Angaben nach betreibt die Gruppe rund 130 Filialen in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nordbayern und Osthessen, gebacken wird in Arnstadt und Schmalkalden. Als ein Grund für die wirtschaftliche Schieflage wurde auf «zunehmende Kampfpreise» durch Discounter und SB-Backshops verwiesen. Zudem habe das Unternehmen in den vergangenen Jahren Millioneninvestitionen getätigt - die Tilgung belaste nun ebenso wie gestiegene Personalkosten. Die Höhe des Schuldenbergs wollte man aber nicht genau beziffern. Der Jahresumsatz habe zuletzt bei rund 35 Millionen Euro gelegen, hieß es.

Heyl versicherte, dass keine Arbeitsplätze abgebaut würden. Ziel sei es, ein bestehendes Sanierungskonzept weiter zu entwickeln. Dazu lässt sich das Unternehmen von einer Unternehmensberatung helfen. Nun sollen vor allem unrentable Standorte - den Angaben nach etwa 15 - geprüft und neu ausgerichtet werden. Die Hoffnung sei, das Verfahren spätestens Anfang kommenden Jahres abschließen zu können. Das ganze wird von einem vorläufigen Sachwalter beaufsichtig. Dazu hat das Gericht den Angaben zufolge den Erfurter Insolvenzexperte Rolf Rombach bestellt.

LVZ

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